Flughafen Köln/Bonn: Polizistin nach Sperrung von Sicherheitsbereich gefasst

04. März 2016 - 11:09 Uhr

Kein Sprengstoff gefunden

Große Aufregung am Flughafen Köln/Bonn – eine Frau war unkontrolliert durch den Sicherheitscheck gelangt, woraufhin der Sicherheitsbereich im Terminal 2 geräumt werden musste. Nach der Frau wurde stundenlang gesucht, letztlich wurde sie gefunden und von der Polizei vernommen. Mittlerweile steht fest: Die 23-Jährige ist selbst Polizistin.

Reisende im Flughafen Köln/Bonn.
Große Aufregung im Flughafen Köln/Bonn, viele Reisende mussten warten.
© dpa, Henning Kaiser

Nach eigener Aussage hatte sie sich bei der Personenkontrolle als Polizistin zu erkennen gegeben. Möglicherweise ging sie dann einfach durch - in der Annahme, das sei ausreichend.Die Polizei - die zunächst nicht wusste, dass es sich um eine Kollegin handelte - suchte den Bereich mit Spürhunden nach Sprengstoff ab.

Im Flugbetrieb kam es zu Verzögerungen, Passagiere aus dem geräumten Bereich mussten von der Polizei neu überprüft werden. "Da gibt es eine ganz klare Vorschrift", sagte ein Flughafensprecher. Die Fluggäste, die den Sicherheitsbereich dadurch wieder hätten verlassen müssen, seien anschließend erneut kontrolliert worden. "Das ist eine Routinesache."

Nach gut eineinhalb Stunden wurde der Sicherheitsbereich wieder freigegeben. Die 23-Jährige wurde anhand von Videobildern identifiziert. In ihrer Vernehmung sagte sie, sie habe sich als Polizistin zu erkennen gegeben. "Es gibt dazu aber mehrere Aussagen", sagte der Polizeisprecher. "Durchbrechen wollte sie auf keinen Fall." Er verwies darauf, dass im Normalfall auch Polizisten durch den Sicherheitscheck müssten. Seine Bilanz: "Viel Aufregung letztendlich um nichts."