14. Dezember 2015 - 13:12 Uhr

Pilotenvertreter lehnen die Kontrollen ab

Nach der Germanwings-Katastrophe im März wollen die deutschen Fluggesellschaften nun Konsequenzen ziehen. Sie sprachen sich für strengere Kontrollen im Cockpit aus. Darum sollen demnächst in Deutschland Drogentests für Piloten durchgeführt werden. Das berichtete der Spiegel. Auch, ob Alkohol oder Medikamente im Blut sind, soll getestet werden. Der 'Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft' will sich in Zukunft dafür einsetzen, dass Piloten europaweit mit unangemeldeten Stichproben rechnen müssen.

Unterstützung für die geplanten Drogentests gibt es auch aus dem Bundesverkehrsministerium. Dort werde bereits an einem entsprechenden Entwurf gearbeitet. Denn die Kontrollen, die sich die Airlines wünschen, sollen von den Behörden durchgeführt werden. Pilotenvertreter lehnen die Pläne der Airlines hingegen ab.

Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen waren 150 Menschen ums Leben gekommen. Der 27-jährige Copilot, der das Flugzeug absichtlich zum Absturz brachte, nahm laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf mehrere Medikamente gegen Depressionen, schreibt die Zeitung. Neben den schärferen Kontrollen soll es außerdem spezielle Anlaufstellen für Piloten geben. Dorthin sollen sie sich wenden können, ohne berufliche Nachteile fürchten zu müssen, wenn sie mit psychischen Problemen kämpfen.