Flugbegleiter bestreiken Eurowings und Germanwings - Viele Flüge fallen aus

02. November 2016 - 12:03 Uhr

UFO-Streik: 380 Flüge fallen aus

Im Lufthansa-Konzern gehen die Auseinandersetzungen mit den Spartengewerkschaften weiter. Die Vertretung der Flugbegleiter bestreikt nun unteranderem den Billigableger Eurowings.

Der 24-Stunden-Streik beim Lufthansa-Billigflieger Eurowings hat am Donnerstagmorgen offiziell begonnen. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder bei den Teilgesellschaften Eurowings GmbH und der größeren Germanwings zu dem Ausstand ab Mitternacht aufgerufen, betroffen sind sämtliche größeren deutschen Flughäfen mit Ausnahme von Frankfurt und München. Abgesagt wurden neben innerdeutschen Verbindungen auch Flüge von und nach Barcelona, Klagenfurt, London, Moskau, Palma de Mallorca, Paris und Split.

Am Flughafen Berlin-Tegel sind 70 Flüge betroffen, die dort starten oder landen sollten. Auch in Hamburg wurden viele Flüge annulliert. Von den 25 geplanten Starts der Eurowings in Hamburg entfallen 11. Lediglich 3 der 34 Germanwings-Maschinen heben am Donnerstag ab. In Hannover bleiben sechs der zehn planmäßigen Maschinen am Boden. Von den insgesamt üblicherweise mehr als 500 Flügen seien rund 380 annulliert worden, teilte 'Eurowings' mit.  

Das Unternehmen hat seinen betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten. Einen Sonderflugplan hat Eurowings auf seiner eigenen Homepage veröffentlicht. Insgesamt sind etwa 50.000 Passagiere betroffen.

Was bedeutet das für die mehr als 50.000 Betroffenen?

Das Unternehmen hat den betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten. Sicher nicht bestreikt werden die Langstreckenflüge der Marke Eurowings. Zudem sollen einzelne Europa-Flüge trotz des Streiks stattfinden. Eurowings veröffentlichte auf der eigenen Homepage https://www.eurowings.com/de/informieren/aktuelle-meldungen.html einen Sonderflugplan.

Ausgangspunkt des Streiks waren die gescheiterten Tarifgespräche bei der Düsseldorfer Eurowings GmbH. In den Verhandlungen bis in den Mittwochmorgen hatten sich Ufo und das Unternehmen letztlich nicht auf ein gemeinsames Schlichtungsverfahren einigen können. Am Mittwochabend hatte Ufo dann das Streik-Szenario noch auf die größere Konzernschwester Germanwings ausgeweitet, indem man dort die offenen Tarifgespräche zur Teilzeit für gescheitert erklärte und somit auch dort in den Arbeitskampf einstieg..