Flüchtlingstragödie in der Ägäis - 22 Tote

5. Mai 2014 - 20:38 Uhr

Nach dem Kentern zweier Flüchtlingsbooten mit mehr als 60 Menschen an Bord sind in der Ägäis nach neuesten griechischen Behördenangaben mindestens 22 Menschen ertrunken. 36 Flüchtlinge konnten gerettet werden, die übrigen galten vorerst als vermisst.

Die Umgebung der Unglücksstelle wurde von mehreren Schiffen und einem Hubschrauber abgesucht, teilte die Küstenwache mit. Zunächst seien im Meer vier Leichen entdeckt worden. Weitere 18 Leichen seien später in den Maschinen- und Aufenthaltsräumen im Inneren des einen gekenterten Bootes entdeckt worden. Unter den Opfern seien vier Kinder und zwölf Frauen. Die genaue Zahl der Vermissten blieb unklar. Die geretteten Migranten sagten, an Bord der Flüchtlingsboote seien 60 bis 65 Menschen gewesen. Unklar sind die Ursachen des Unglücks. In der Region herrschte gutes Wetter ohne starke Winde. Die Migranten waren von der türkischen Küste gegenüber der Insel Samos gestartet, sie stammen mehrheitlich aus Somalia und Syrien.