Flüchtlingssituation im Nordirak leicht verbessert

© dpa, Ulas Yunus Tosun

19. August 2014 - 8:55 Uhr

Lage immer noch schwierig - viele Flüchtlinge traumatisiert

Die Flüchtlingskrise im Nordirak hat sich etwas entspannt. Derzeit erreichten täglich rund 500 Vertriebene die kurdischen Autonomiegebiete im Land, sagte der Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Ned Colt. In der vergangenen Woche seien es noch mehrere Tausend Menschen am Tag gewesen.

Die Flüchtlinge lebten aber immer noch in einer schwierigen Lage. Nach der Flucht vor der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) seien viele traumatisiert. Laut UNHCR haben insgesamt rund 600.000 vertriebene Iraker in den kurdischen Autonomiegebieten Zuflucht gefunden. Allein seit Anfang August flohen demnach rund 200.000 Menschen aus der Sindschar-Region, nachdem die IS-Extremisten dort große Gebiete eingenommen hatten. Bei den Flüchtlingen handelt es sich vor allem um Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden.