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Flüchtlingskrise: Steinmeier stellt Türkei weitere Hilfen in Aussicht

Flüchtlingskrise: Steinmeier stellt Türkei weitere Hilfen in Aussicht

Bundesaußenminister Steinmeier in Ankara. Es geht neben der Flüchtlingsthematik auch um die Unruhen durch die PKK.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) trifft unter anderem seinen türkischen Amtskollegen in Ankara.
dpa, Photothek.Net

Steinmeier lobt Türkei für die Aufnahme von Flüchtlingen

Deutschland will sich um weitere internationale Hilfe für die Türkei zur Bewältigung der Flüchtlingskrise bemühen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier lobte den Nato-Partner bei einem Besuch in Ankara für die Aufnahme von annähernd zwei Millionen Menschen aus Syrien.

Wichtig sei jetzt, ihnen eine "Rückkehr-Perspektive" zu ermöglichen. Damit soll verhindert werden, dass der Exodus nach Europa noch größer wird. Steinmeier sagte: "Wir brauchen die Zusammenarbeit mit der Türkei dringender denn je."

Die Türkei hat in den vergangenen Jahren bereits mehr als 2,3 Millionen Menschen aufgenommen, auch aus dem Irak und Afghanistan. Viele davon wollen inzwischen weiter nach Europa, weil sie kaum noch Hoffnung auf eine baldige Lösung der Konflikte in ihren Heimatländern haben. Unter den Flüchtlingen sind nach UN-Angaben etwa 650.000 schulpflichtige Kinder.

Steinmeier kündigte an, dass Deutschland als amtierender Vorsitzender der sieben großen Industrienationen (G7) mit anderen Geberländern schnell über zusätzliche Hilfen reden werde. "Wir sind jetzt in einer Situation, in der wir es nicht mehr bei Aufrufen belassen können." Die EU-Kommission hatte angekündigt, der Türkei bis zu einer Milliarde Euro für die Aufnahme von Flüchtlingen zur Verfügung stellen.