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Flüchtlingshelferin erstochen: 13 Jahre Haft für Anthony I.

Das Schwurgericht Münster hat einen Nigerianer wegen Totschlag verurteilt, der eine ehrenamtliche Flüchtlingshelferin mit 22 Messerstichen erstochen hat.
Das Schwurgericht Münster hat einen Nigerianer wegen Totschlag verurteilt, der eine ehrenamtliche Flüchtlingshelferin mit 22 Messerstichen erstochen hat. © dpa, Franziska Kraufmann, frk lof bwe

Schwurgericht Münster verurteilt Anthony I. wegen Totschlags

13 Jahre! Das Schwurgericht Münster hat einen Nigerianer wegen Totschlags verurteilt, der eine ehrenamtliche Flüchtlingshelferin erstochen hatte.

22 Messerstiche trafen das Opfer, Soopika P. hatte keine Chance

Anthony I. war 2012 geflüchtet, nach einigen Jahren in Italien kam er 2015 nach Ahaus im Münsterland. Mit seiner Flüchtlingshelferin Soopika P. hat er laut Anklage zunächst eine Beziehung gehabt, die das spätere Opfer allerdings nach kurzer Zeit beendete. Immer wieder soll er sich Soopika P. genähert, diese ihn immer wieder abgewiesen haben. Dann stach Anthony I. zu, 22 Messerstiche trafen das Opfer in Rücken, Hals und Kopf.

Die Studentin, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierte, hatte keine Chance. Der Angeklagte soll einen Koffer dabeigehabt haben, um die Leiche der 1,53 Meter großen Frau vom Tatort wegzuschaffen. Doch dazu kam es laut Anklage nicht mehr. Anwohner hatten die Hilfeschreie der jungen Frau gehört und waren auf die Straße gelaufen.

Der 28-Jährige wurde zwei Tage nach der Tat in Basel in der Schweiz festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die Flüchtlingshelferin der Polizei den entscheidenden Hinweis auf den Mann gegeben, während sie im Sterben lag. Daraufhin wurde international nach Anthony I. gefahndet. Der Nigerianer war 2015 nach Deutschland eingereist, sein Asylantrag jedoch abgelehnt worden. Laut Anklage hatte die Lehramtsstudentin vor der Tat zunehmend Angst vor dem Mann bekommen. Wenige Wochen zuvor soll sie sich Pfefferspray besorgt haben, um sich im Notfall verteidigen zu können.

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