Flüchtlinge schwimmen in spanisches Gebiet

12. Februar 2016 - 18:02 Uhr

Eine Gruppe von 65 afrikanischen Flüchtlingen hat von Marokko aus schwimmend spanisches Gebiet erreicht. Wie die spanische Polizei am Donnerstag mitteilte, waren die Afrikaner von der marokkanischen Küste um eine Landzunge herum zu einem Strand in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta geschwommen. Sie bildeten nach diesen Angaben die größte Gruppe von Flüchtlingen, die jemals an einem Tag über das Meer in die zu Spanien gehörende Stadt gelangte.

20 weitere Afrikaner wurden von der marokkanischen Polizei festgenommen. Die spanischen Behörden wiesen darauf hin, dass es in Ceuta seit Jahresbeginn mindestens 14 Massenfluchten dieser Art gegeben habe. Aber noch nie seien so viele Afrikaner zugleich in die Stadt gelangt. Ceuta (76.000 Einwohner) liegt an der nordafrikanischen Küste gegenüber von Gibraltar. Befestigte Grenzanlagen trennen das Stadtgebiet vom marokkanischen Territorium.