Flüchtlinge in Dresden: Syrische Familie hat Angst um ihr Leben

21. März 2015 - 19:59 Uhr

Pegida-Gründer beschimpft Asylbewerber

Nach einem Jahr auf der Flucht kam der Syrer Subhi Altamer mit seiner Frau und zwei Kindern nach Dresden. Die vier fühlen sich wohl und versuchen Fuß zu fassen. Gar nicht so einfach in der Pegida-Hochburg.

Syrische Familie hat Angst um Leben
Subhi Altamer ist mit seiner Familie nach Deutschland gekommen, um Schutz zu finden.

Das islamkritische Bündnis hat erst gestern wieder rund 2.000 Menschen mobilisieren können. Die Bewegung rückt weiter nach rechts. Pegida-Gründer Lutz Bachmann beschimpft Asylbewerber weiterhin als "Dreckspack". Worte, die den Flüchtlingen in Deutschland Angst machen.

"Ich will deutsch lernen und arbeiten"

Die dreijährige Nida besucht seit Kurzem den Kindergarten. Für die vierköpfige Familie aus Syrien ist das ein erster Schritt zur Normalität. Vater Subhi hat mehrere Monate deutsch in einem Abendkurs gelernt. Doch seitdem jeden Montag Tausende islamkritische Pegida-Anhänger durch Dresden marschieren, hat der Familienvater seinen Sprachkurs abgebrochen. "Nach den Demonstrationen hat diese Angst angefangen. Wenn mein Mann nicht hier ist, mache ich mir Sorgen, dass ihm etwas geschieht", erklärt seine Frau Kaldia Alshahhad.

Ohne die nötigen Deutschkenntnisse bekommt der Familienvater jedoch keinen Job. Er wartet immer noch auf eine Arbeitserlaubnis: "Ich bleibe den ganzen Tag zu Hause und arbeite nicht. Ich komme hierher und bekomme Geld. Das fühlt sich nicht gut an. Ich will deutsch lernen und arbeiten."