Flüchtlinge beenden Hungerstreik

12. Februar 2016 - 18:02 Uhr

Die protestierenden Flüchtlinge in Berlin haben ihren Hungerstreik beendet. Allerdings wollen sie noch bis zum 5.11. dort ausharren, sagte ein Sprecher der Gruppe nach Verhandlungen mit der Integrationsbeauftragten des Bundes, Maria Böhmer (CDU), und der Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD). Mit der Aktion hatten die Flüchtlinge Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Abschaffung von Sammelunterkünften und der Residenzpflicht gefordert. Residenzpflicht bedeutet, dass sich Asylbewerber in einer zugewiesenen Region aufhalten müssen.

Böhmer kündigte an, dass die Verhältnisse in einzelnen Gemeinschaftsunterkünften überprüft werden sollen. "Wir wollen darauf achten, dass Standards gewahrt werden." Zudem äußerte sie Zweifel an der Residenzpflicht. "In der heutigen Zeit muss man fragen, ob eine solche Regelung noch zeitgemäß ist." Die Flüchtlinge aus Würzburg waren Anfang Oktober nach einem Protestmarsch angekommen.