RTL News>News>

Flüchtlinge auf dem Mittelmeer: Jeder Fünfte stirbt oder wird vermisst

Flüchtlinge auf dem Mittelmeer: Jeder Fünfte stirbt oder wird vermisst

Seit einigen Jahren kommen Menschen aus Afrika und der arabischen Welt nach Europa – für einen hohen Preis.
Seit Jahren kommen Menschen aus Afrika nach Europa – viele zahlen einen hohen Preis.
iStockphoto

Dramatische Entwicklung auf der Überfahrt zwischen Libyen und Italien

Seit Juni 2018 ist die Situation auf dem Mittelmeer so gefährlich wie nie. Von mehr als 7.000 Menschen, die sich seitdem schätzungsweise von Libyen aus auf den Weg nach Europa machten, kamen 1300 nie dort an. Das italienische Institut für Internationale politische Studien veröffentlichte jetzt einen Bericht, der zeigt: Jeder fünfte Flüchtling stirbt oder verschwindet während der Überfahrt.

Laut Studie sterben acht Menschen pro Tag

Es ist die zentrale Mittelmeer-Route, auf der aktuell viele Flüchtlinge sterben oder verschwinden. Sie führt von Libyen nach Lampedusa oder Malta. Die Hilfsorganisation "Sea-Watch" hatte die erschütternden Ergebnisse der italienischen Forscher am Samstag bei Twitter kommentiert.

Seit Jahren kommen Migranten illegal über das Mittelmeer nach Europa – seit Jahren gibt es Tote. Doch nie waren die Zahlen so hoch wie jetzt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformtwitter, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

Wer ist verantwortlich?

Für die katastrophale Situation machen die Autoren der Studie unter anderem die italienische Regierung unter Ministerpräsident Giuseppe Conte verantwortlich, der seit Anfang Juni regiert und gegen die illegalen Überfahrten eine Politik der harten Hand führt.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Giuseppe Contes harte Hand

Im Wahlkampf hatte sich Conte konkret gegen die liberale Flüchtlingspolitik der Europäischen Union positioniert und angekündigt, in Italien keine illegal eingereisten Menschen mehr aufzunehmen. Man wolle nur die Menschen unterstützen, die legal nach Italien kämen, sagte er im Sommer. Seitdem wurden mehrere Flüchtlingsschiffe an der italienischen Küste abgewiesen.