Flüchtling in Kieler Unterkunft erstochen: Urteil erwartet

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand auf einem Platz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand auf einem Platz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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16. April 2021 - 4:06 Uhr

Kiel (dpa/lno) - Das Kieler Landgericht will heute das Urteil gegen einen 29-Jährigen verkünden, der in einem Kieler Flüchtlingsheim einen anderen Mann erstochen haben soll. Die Anklage lautet auf Totschlag. Der Somalier tötete demnach seinen Landsmann in dessen Zimmer mit mindestens 33 Messerstichen.

In dem Sicherungsverfahren hat die Staatsanwaltschaft die dauerhafte Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie beantragt. Nebenklage und Verteidigung stellten keine eigenen Anträge.

Der Beschuldigte räumte vor Gericht nur wenige Messerstiche ein. Sein Landsmann sei plötzlich sexuell zudringlich geworden und habe ihn mit dem Messer bedroht. Er habe es ihm entwenden können und selbst zugestochen. Das Opfer starb nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwischen dem 5. und 9. September 2020.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-220105/2

Quelle: DPA

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