In mehr als 200 Metern Tiefe

Leiche von Schweizer Fußball-Nationalspielerin Ismaili gefunden

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3. Juli 2019 - 12:25 Uhr

Badeunfall im Comer See

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Die Schweizer Fußball-Nationalspielerin Florijana Ismaili ist tot. Bis zuletzt hatten Freunde und Familie noch gehofft, doch die Suche nach der seit Samstag vermissten 24-Jährigen endete mit einem tragischen Fund.

Such-Roboter eingesetzt

Die Einsatzkräfte entdeckten Ismailis Leiche im Comer See mit einem Spezialgerät in mehr als 200 Metern Tiefe. Das bestätigte ein Sprecher der italienischen Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Nach der Bergung des leblosen Körpers soll eine Obduktion Aufschluss über die Todesursache geben.

Die Kapitänin des Schweizer Meisters Young Boys Bern soll am Samstag zusammen mit einer Freundin auf dem Comer See ein Boot gemietet haben. Von dem Boot sei die Mittelfeldspielerin rund 700 Meter entfernt vom Ufer ins Wasser gesprungen und nicht wieder aufgetaucht.

Ismailis Begleiterin war an Bord geblieben und alamierte - weil die Fußballerin nicht wieder auftauchte - die Rettungsdienste. Sofort wurde eine Suchaktion eingeleitet, die am Dienstagnachmittag ihr trauriges Ende fand.

"Wir sind sehr bestürzt und tief betroffen", teilte ihr Verein Young Boys Bern mit. Der Club wünschte "allen viel Kraft und Zuversicht in dieser schwierigen Zeit". Man werde "Florijana in dankbarer Erinnerung behalten".

Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino zeigte sich erschüttert. "Dies ist ein äußerst trauriger Moment für die gesamte Fußballgemeinschaft, insbesondere in einer Zeit, in der wir uns bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft versammeln", hieß es in einer Mitteilung des Fußball-Weltverbandes.

"Ich bin tief geschockt über den Tod von Florijana Ismaili", twitterte Xherdan Shaqiri, Schweizer Nationalspieler und Champions-League-Sieger mit dem FC Liverpool. Der ehemalige Bayern-Star hat wie Ismaili albanische Wurzeln.