Tiere trieben hilflos im eisigen Atlantik

Florida: Tierschützer retten 40 Schildkröten vor sicherem Kältetod

30. November 2020 - 11:41 Uhr

Schildkröten aus Schockstarre befreit

Gleich 40 vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröten trieben hilflos im Atlantik vor Cape Cod an der Ostküste der USA. Weil sie zu lange dem kalten Wasser ausgesetzt waren, waren sie in eine Art "Kältestarre" gefallen – ohne den Einsatz der Tierschützer ihr sicherer Tod. Wie es den Schildkröten inzwischen geht, sehen Sie im Video.

Schildkröten aufgewärmt und aufgepäppelt

Die Tierschützer verfrachteten die Schildkröten in ein Flugzeug und brachten sie in eine Auffangstation ins warme Florida. "Die Schildkröten, die krank sind, müssen zusätzlich getestet werden, ob sie an Lungenentzündungen oder anderen Infektionen leiden", sagt Bette Zirkelbach, die das Schildkrötenkrankenhaus leitet. Je nachdem, wie es den Tieren geht, dauert das Aufpäppeln zwischen 30 Tagen und einem Jahr. Wenn die Schildkröten wieder bei Kräften sind, sollen sie im warmen Wasser der Karibik ausgesetzt werden.

Die Olive Ridley-Meeresschildkröten zählen zu den am stärksten gefährdeten Schildkrötenarten der Welt. An ihrem Rückgang in den USA ist laut Zirkelbach vor allem der Mensch Schuld. Viele Tiere verfangen sich in Fischernetzen oder finden nicht mehr genug Brutplätze.