Sportwagen für 318.000 US-Dollar

Mann kauft sich Lamborghini mit erschlichenen Corona-Hilfen

Diesen schicken Lamborghini leistete sich David Hines vom Geld, das ihm nicht zustand.
Diesen schicken Lamborghini leistete sich David Hines vom Geld, das ihm nicht zustand.
© CNN

11. Februar 2021 - 15:24 Uhr

Luxusleben mit Corona-Hilfsgeldern finanziert

Eigentlich war das Geld für diejenigen gedacht, die von der Corona-Pandemie am meisten betroffen sind. Aber David Tyler Hines (29) aus Florida erschlich sich laut US-Justizministerium Hilfsgelder vom Staat und finanzierte damit sein luxuriöses Leben. Sein Lamborghini Huracán kostete satte 318.000 Dollar (rund 262.000 Euro). Jetzt hat er den Betrug gestanden.

​+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Programm zur Rettung von Arbeitsplätzen

Das "Paycheck Protection Program" (PPP) in den USA unterstützt mit einem 521-Milliarden-Dollar-Programm kleine Unternehmen. Ihnen werden zinsgünstige Kredite gewährt, damit sie während der Coronavirus-Pandemie Gehälter zahlen können und Arbeitnehmer nicht entlassen müssen. Aber Hines wollte offenbar ein viel größeres Stück von dem Kuchen, als ihm zustand.

Ermittler fanden heraus, dass der 29-Jährige im Jahr 2020 Kredite in Höhe von knapp vier Millionen US-Dollar aus Steuergeldern erhielt. Ursprünglich hatte er laut CNN sogar 13,5 Millionen US-Dollar beantragt – mit der Behauptung, seine vier Unternehmen hätten das Geld nötig, um Mitarbeiter bezahlen zu können.

David Tyler Hines zahlte gar keine Gehälter

David Hines
Statt Gehälter zu zahlen, gönnte sich Hines ein Luxusleben.
© CNN

Offenbar eine Lüge, denn in der Strafanzeige gegen ihn heißt es, "für die meisten, vielleicht sogar alle" dieser Ausgaben scheine es keinen geschäftlichen Hintergrund zu geben. "Diese vermeintlichen Angestellten existierten entweder gar nicht oder verdienten einen Bruchteil dessen, was Hines angab", erklärte ein Ermittler.

Nach Angaben der ermittelnden Behörden zahlte Hines nicht einmal Gehälter, nachdem er die Hilfsgelder erhalten hatte. Sondern leistete sich den Lamborghini, Diamanten und teure Hotelaufenthalte.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Betrüger aus Florida drohen 30 Jahre Knast

Am Mittwoch bekannte sich Hines laut Ermittlern schuldig, in betrügerischer Absicht Kreditanträge eingereicht zu haben. Auch den Kauf des Lamborghinis gab er zu. Der Sportwagen sowie 3,4 Millionen Dollar auf Bankkonten des 29-Jährigen wurden beschlagnahmt.

Wenn er schuldig gesprochen wird, drohen ihm laut CNN bis zu 30 Jahre Knast und eine Geldstrafe von bis zu einer Million US-Dollar. Dagegen ist ein 100-Dollar-Knöllchen, das er im Sommer wegen Nichttragens einer Maske in Miami zahlen musste, ein Klacks.