Fliegen in Deutschland bald wieder günstiger? Lufthansa kündigt 1.000 zusätzliche Flüge an

13. November 2017 - 18:09 Uhr

Ohne 'Air Berlin' sind viele Strecken teurer geworden

Seit die insolvente Fluglinie 'Air Berlin' zerschlagen wurde, ist das Fliegen auf manchen innerdeutschen Strecken deutlich teurer geworden. Doch das könnte sich bald aber wieder ändern: 'Lufthansa'-Chef Carsten Spohr kündigte an, dieser Entwicklung entgegenzusteuern. "Sobald wir grünes Licht aus Brüssel haben, wollen wir pro Monat allein bei 'Eurowings' 1.000 innerdeutsche Flüge dazu nehmen", sagte er der 'Bild'-Zeitung.

'Lufthansa'-Chef verspricht stabile Preise

'Lufthansa' hatte große Teile der ehemaligen Konkurrenz übernommen und will die weggefallenen Flüge jetzt nach und nach ersetzen. Besonders die Strecken Berlin-München und Berlin-Köln könnten so entlastet werden. Nachdem die 'Air-Berlin'-Flüge wegfielen, schnellten auf diesen Strecken die Ticketpreise durch die große Nachfrage in die Höhe. "Ich kann versprechen, dass mit neuen innerdeutschen Flügen wieder stabile Preise kommen. Wir als 'Lufthansa' wollen ja nicht die deutschen Verbraucher gegen uns aufbringen", sagte Spohr der Zeitung.

Zurzeit fehlen nach Angaben des 'Lufthansa'-Chefs jeden Tag rund 60.000 Sitze. Das könne keine Airline der Welt ausgleichen, erklärte er. Man wolle aber tun, was man könne, um das Problem in den Griff zu bekommen. Auf der Strecke zwischen Berlin und Frankfurt setzt 'Lufthansa' beispielsweise schon jetzt einen Jumbojet ein, damit mehr Passagiere gleichzeitig befördert werden können. "Das rechnet sich betriebswirtschaftlich überhaupt nicht, weil es ein großes, teures Flugzeug ist. Aber es zeigt, dass wir helfen wollen", sagte Spohr.

EU-Wettbewerbshüter müssen dem Geschäft noch zustimmen

Wenn die EU-Wettbewerbshüter in Brüssel grünes Licht geben, kann 'Lufthansa' die Teilgesellschaften 'LG Walter' und 'Niki' und damit einen großen Teil der ehemaligen 'Air-Berlin'-Flotte mit den dazugehörigen Verkehrsrechten übernehmen. Bis das entschieden ist, könnte es aber noch eine Weile dauern – solange liegt das Geschäft auf Eis.