Von Frankreich nach England

Fledermaus reist als „blinder Passagier“ in Autokofferraum mit

Blinder Passigier: Die Fledermaus fuhr unbemerkt im Kofferraum mit.
© RSPCA

16. Juli 2020 - 11:26 Uhr

Fledermaus reiste 800 Kilometer mit

Da staunten die Mitarbeiter eines Austellungsraums in Durham (Großbritannien) nicht schlecht, als sie plötzlich im Kofferraum eines roten Vauxhall Grandland X einen unerwarteten Gast bemerkten. Eine kleine Fledermaus hatte sich offenbar heimlich ins Auto geschlichen und begleitete den Fahrer 800 Kilometer von Frankreich nach England.

Fledermaus wird an Tierschutzorganisation übergeben

Den Mitarbeitern gelang es, die Fledermaus sicher in einem Karton aufzubewahren, bevor sie die RSPCA, eine englische Tierschutzorganisation, um Hilfe baten. Shane Lynn, der zur Rettung der Fledermaus geschickt wurde, ist ein ehemaliger Angestellter des Ausstellungsraums und freute sich, für die Rettungsmission an seinen alten Arbeitsplatz zurückzukehren. "Ich habe mich gewundert, als ich den Anruf bekam. Die kleine Zwergfledermaus ist im Kofferraum mindestens 800 km von ihrem Zuhause entfernt, mitgereist. Ich weiß nicht, ob sie vorhatte, im Nordosten Englands zu landen."

Auswilderung in Großbritannien auch möglich

Zum Glück schien die kleine Fledermaus, die gerade einmal 10 cm groß ist, die lange Fahrt gut überstanden zu haben. Weil sie aber etwas träge und müde wirkte, wurde sie zur Untersuchung einem örtlichen Tierarzt übergeben.

Wenn der kleine Passagier nicht wieder in einem Auto in Richtung Heimat landet, kann er auch in Großbritannien ausgewildert werden. "Der Kleine ist jetzt bei einer Fledermausbetreuerin und wird wieder in die Wildnis entlassen, sobald er stark und gesund genug ist. Zwergfledermäuse sind in Großbritannien weit verbreitet, daher können wir ihn hier freigeben. Er sollte sich einer örtlichen Kolonie anschließen und wird gut leben können", ergänzt ein Retter.

Wir jedenfalls wünschen der kleinen Fledermausgute Erholung und allzeit freien Flug!