Finanzwirtschaft übt in Corona-Krise den Schulterschluss

Andreas Dressel (SPD), Finanzsenator von Hamburg, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
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23. März 2020 - 15:21 Uhr

Zur Umsetzung der Hilfsmaßnahmen für in der Corona-Krise in Not geratene Hamburger Unternehmen haben Stadt und Finanzwirtschaft einen Schulterschluss vereinbart. Gemeinsam wolle man dazu beitragen, dass Hamburg so gut wie möglich durch die Krise komme, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung von Hamburger Sparkasse, Hamburger Volksbank, Investitions- und Förderbank, dem Bankenverband Hamburg, Finanzplatz Hamburg und der Finanzbehörde. "Im Schulterschluss von Bund, Land und Finanzwirtschaft machen wir deutlich: Wir gemeinsam lassen die vielen Selbstständigen, die vielen Unternehmen aller Branchen und Größen in dieser schwierigen Lage nicht im Stich!", heißt es darin.

So sollen die jeweiligen Unterstützungsmaßnahmen von Bund und Land gut miteinander abgestimmt und mit der Durchleitung von Krediten Service aus einer Hand geboten werden. Dafür müssten in der aktuellen Notfallsituation auch die jeweiligen Anforderungen für die Finanzwirtschaft in den Blick genommen werden, "um bankseitig so unbürokratisch helfen zu können, wie wir uns das alle wünschen".

Alle betroffenen Unternehmen sollten die Hilfsangebote prüfen und nutzen, erklärte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). "Für die Umsetzung der vielen sich abzeichnenden Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern ist aber ein enger Schulterschluss mit der Finanzwirtschaft eine zentrale Voraussetzung." Auf die Banken komme es ganz entscheidend an. "Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass sich alle wesentliche Akteure aus der Hamburger Finanzwelt heute zu diesem Schulterschluss bekannt haben."

Quelle: DPA