RTL/n-tv Frühstart

Finanzexperte: Banken und Politiker nehmen Anlegern Mut

08. Oktober 2019 - 13:29 Uhr

Im Video: Hermann-Josef Tenhagen gibt Sparern Tipps

Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen macht Politik und Banken dafür verantwortlich, dass die Deutschen bei der Anlage ihrer Vermögen vor allem wenig rentable Sparkonten nutzen, statt in den Aktienmarkt zu investieren. "Die Politik hat im Grunde nur den Leuten nicht signifikant gesagt, ihr müsstet auch mal Aktien kaufen. Die Banken haben es auch noch so teuer gemacht, dass die Leute kein richtiges Interesse entwickelt haben", sagte Tenhagen im RTL/n-tv Frühstart. 

Viel gespart, kaum Zinsen

In den vergangenen Jahren hätten die Banken den Sparern vor allem Mischfonds mit hohen Gebühren und wenig Rendite verkauft. "Das war eine Politik, die ausschließlich die Gebühreneinnahmen der Banken gesteigert hat und nicht die Renditen der Sparer", so Tenhagen.

Das habe dazu geführt, dass es "nicht besonders gut" um den deutschen Sparer stehe. Die Deutschen hätten "unglaublich viel gespart". Doch dafür gebe es kaum Zinsen. "Weil die Deutschen viel zu viel Geld auf ihrem Girokonto oder ihrem Tagesgeldkonto liegen haben. Über 2.000 Milliarden Euro", sagte Finanztip-Chefredakteur Tenhagen.

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Das ganze Interview gibt es zum Nachhören auch bei AUDIO NOW als Podcast.

Finanzexperte empfiehlt langfristige Aktienanlagen

Während 2.000 Milliarden Euro auf den Konten der deutschen Sparer schlummern, hätten Anleger lediglich 900 Milliarden Euro am Aktienmarkt investiert. "Da sind ein paar hundert Milliarden bei den Leuten verloren gegangen", erklärt der Finanzexperte.

Tenhagen empfiehlt im RTL/n-tv Frühstart, Aktien für eine langfristige Anlagestrategie. Über einen Zeitraum von 15 Jahren hätte in der Vergangenheit kein großer Leitindex Verluste gemacht - im Schnitt liege die Rendite bei sieben Prozent. Einfache Tipps für Sparer - im Video.