Finanzämter kürzen bei Verlusten Vorauszahlungen

Heike Taubert, die Finanzministerin von Thüringen. Foto: Michael Reichel/dpa/Archivbild
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27. April 2020 - 18:18 Uhr

Thüringens Finanzämter kommen Unternehmen, Selbstständigen und Vermietern entgegen, die wegen der Corona-Krise Verluste einfahren. Sie könnten beantragen, dass bereits im Jahr 2019 geleistete Steuervorauszahlungen neu berechnet werden, teilte das Finanzministerium am Montag in Erfurt mit. Diese Entscheidung gelte für Unternehmen jeder Größe und solle ihre Liquidität verbessern, erklärte Finanzministerin Heike Taubert (SPD).

Vorauszahlungen zur Einkommens- oder Körperschaftssteuer für 2019 könnten nachträglich herabgesetzt werden. Zudem sei es möglich, die Steuervorauszahlungen für dieses Jahr zu reduzieren. Hintergrund ist, dass sich die Einkünfte von Steuerpflichtigen durch die Corona-Krise im Vergleich zu vergangenen Jahren erheblich verringert haben.

Quelle: DPA