Was soll das denn?

FIFA-Presse-Wahnsinn stört DFB-Elf vor dem "Endspiel" gegen Spanien

Unmut über Pressetermin im deutschen WM-Camp RTL-Reporter Felix Görner in Katar
01:17 min
RTL-Reporter Felix Görner in Katar
Unmut über Pressetermin im deutschen WM-Camp

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Bundestrainer Hansi Flick hat das zweite Gruppenspiel bei der WM in Katar zum „Endspiel“ ausgerufen. Klar! Denn bereits am Sonntag nach dem Spanien-Spiel könnte die DFB-Elf aus dem Turnier ausscheiden. Doch obwohl das Spiel so wichtig ist, können sich Trainerteam und Spieler nicht so sehr darauf fokussieren, wie sie es wollen. Schuld ist eine irre Vorgabe der FIFA. Was das für die Mannschaft bedeutet, ordnet RTL-Reporter Felix Görner oben im Video ein!

Bundestrainer muss für eine Pressekonferenz verreisen

Flick ist am Tag vor dem WM-„Endspiel“ gegen Spanien für mehrere Stunden von seiner Mannschaft getrennt. Der Bundestrainer muss am heutigen Samstag an der obligatorischen Medienrunde (14.15 Uhr MEZ) im Haupt-Pressezentrum in Doha teilnehmen. Dafür muss der Bundestrainer eine gute Stunde vom Teamquartier im Norden Katars bis in die Hauptstadt fahren.

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Danach eilt er dieselbe Strecke wieder zurück, um rechtzeitig zum Abschlusstraining am Abend wieder bei seinen Nationalspielern in Al-Shamal zu sein. Die DFB-Elf kommt vor der wichtigen Partie dafür extra später als üblich auf dem Platz zusammen (17.30 Uhr/MEZ); das hatte die sportliche Führung so entschieden.

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Schuld sind die Vorgaben der FIFA

Doch wozu das Ganze? Ursprünglich hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Pressekonferenz in Al-Shamal – und somit im Trainingszentrum im Norden Katars, abhalten wollen. Ein entsprechender Vorschlag fand beim Weltverband FIFA aber kein Gehör. Der Fußball-Weltverband veranstaltet die Pressekonferenzen für alle Spiele in dem gut eine Autostunde vom DFB-Hotel entfernten Medienzentrum. Eine Ausnahme für das deutsche Team gab es nicht.

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Neben Flick muss laut den FIFA-Vorgaben auch ein Spieler gut drei Stunden vor dem Abschlusstraining bei der Pressekonferenz letzte Informationen geben. Noch ist aber unklar, ob der DFB einem Spieler die lange Fahrt am Vortag der „Alles oder nichts“-Partie am Sonntag (20 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) zumuten möchte. Der Verband riskiert damit eine Geldstrafe der FIFA. Diese schreibt die Teilnahme eines Profis an der Runde zwingend vor.

Der Nationalmannschaft droht nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Japan das Aus nach der Vorrunde – wie schon beim Turnier 2018 in Russland. Gegen Spanien hofft Bundestrainer Flick noch auf einen Einsatz des zuletzt angeschlagenen Leroy Sané. Auch der Bayern-Star will unbedingt spielen. (jlu/dpa/sid)