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FIFA analysiert deutsches WM-Aus: DFB-Team fehlte Killerinstinkt

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Thomas Müller blieb bei der WM in Russland ohne Tor. © imago/ActionPictures, Peter Schatz, imago sportfotodienst

72 Torschüsse - zwei Tore

Warum? Wieso? Wie konnte das passieren? Fragen, die so manchen deutschen Fan nach dem historischen WM-Aus in Russland umtrieben. Die FIFA hat in einer Analyse nun endlich die Antwort gefunden. "Deutschland hat besser gespielt als viele andere Teams. Aber wenn du die Möglichkeiten hast, musst du sie auch nutzen", sagte Marco van Basten, Chef der Abteilung für Technische Entwicklung bei der FIFA. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam in den drei Partien der Gruppenphase auf 72 Torschüsse, erzielte dabei aber nur zwei Treffer.

Leidenschaftslosigkeit, Apathie und Arroganz schwer messbar

MOSCOW, RUSSIA – JULY 6, 2018: Retired Dutch footballer Marcel Marco van Basten at a meeting of Russian President Vladimir Putin with football stars at the Moscow Kremlin. Mikhail Metzel/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS088244
Marco van Basten analysierte das WM-Aus des DFB-Teams. © imago/ITAR-TASS, Mikhail Metzel, imago stock&people

"Sie hatten kein Glück. Das war der Gegensatz zu 2014: Da hatten sie weniger Chancen, haben daraus aber mehr Tore erzielt. Das macht den Unterschied aus", so der Holländer weiter. Van Basten ist Mitglied der Technischen Studiengruppe (TSG) der FIFA, die die Partien aus taktischer und spielerischer Sicht analysiert.

Ein anderes TSG-Mitglied setzte sogar noch einen drauf und lässt das deutsche Fan-Herz wieder hoffen. "Die ehemaligen Weltmeister Argentinien, Brasilien und Deutschland haben das Halbfinale nicht erreicht, aber ich bin überzeugt, dass sie stärker zurückkommen werden", sagte der frühere Trainer Bora Milutinovic.

Einziges Manko der FIFA-Analyse: Leidenschaftslosigkeit, Apathie und Arroganz lassen sich in Taktikanalysen nur schwer messen. So scheinen die wahren Gründe für das DFB-Debakel weiter im Dunkeln zu bleiben.

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