Auch Red Bull unter der Lupe

FIA: Untersuchung von Ferraris Benzinsystem ein üblicher "Check"

F1 Grand Prix of Brazil
F1 Grand Prix of Brazil
© Getty Images, Bongarts, RC

21. November 2019 - 13:16 Uhr

Weltverband: Ferraris Benzinsystem "nicht konfisziert"

Die FIA hat bestätigt, dass der Weltverband das Benzinsystem von Ferrari kontrolliert. Es handele sich um einen handelsüblichen "Check", der häufiger vorkomme, teilte die FIA auf RTL-Anfrage mit. Man habe das Benzinsystem der Roten nach dem Brasilien-GP aber "nicht konfisziert". Außerdem verrieten die Regelhüter, dass auch die Systeme von Haas (fährt mit Ferrari-Kundenmotoren) und Red Bull (Honda) untersucht werden.

Ferrari seit Monaten unter Verdacht

Zuvor hatte das Fachmagazin 'auto motor und sport' berichtet, die FIA habe nach dem irren Formel-1-Rennen in Sao Paulo die Benzinleitung von Ferrari beschlagnahmt, die zwischen dem Sensor, der die Benzin-Einspritzung in den Motor misst, und dem Aggregat liegt.

Die Scuderia wird seit Monaten verdächtigt, unerlaubt viel Benzin in seinen Motor einzuspritzen, um auf der Geraden mehr Leistung zu entfalten.

Vor dem US-GP hatte die FIA eine technische Direktive herausgegeben, die bestimmte Methoden verbietet, die die Messungen der Sensoren verfälschen können. In Austin war Ferrari auf den Geraden dann deutlich langsamer als zuvor, was die Scuderia aber mit dem Setup begründete. In Brasilien präsentierten sich die Roten auf den Geraden zwar stark, fuhren aber nicht in einer eigenen Liga.

Auch Red-Bull-Honda wird kontrolliert

Stattdessen war in Interlagos plötzlich Honda auf Power-Höhe mit Ferrari, was sowohl Sebastian Vettel als auch Mercedes-Pilot Lewis Hamilton "verdächtig" fanden.

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Da auch Red Bulls Benzinsystem von der FIA untersucht wird, stellt sich die Frage, wie zufällig und normal der FIA-Check wirklich ist.

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