Benzinsystem konfisziert

FIA untersucht Sprit-Schummel bei Ferrari

© REUTERS, Ricardo Moraes, /FW1F/Hugh Lawson

21. November 2019 - 8:50 Uhr

Vergleich mit anderen Teams

Die FIA will wohl in der Diskussion um den möglichen Benzin-Schummel von Ferrari endlich Klarheit schaffen. Daher hat der Verband nach dem Brasilien-Rennen Teile des Benzinsystems der Roten konfisziert, wie "Auto Motor Sport" berichtet. Gleiches gilt offenbar auch für zwei weitere Teams – darunter ein Ferrari-Kundenteam. So soll ein Vergleich zwischen den Systemen gezogen werden.

Schummel-Verdacht hält sich hartnäckig

Die Technische Direktive der FIA zu der Regelung der Benzindurchflussmenge war nicht genug, um das F1-Streitthema zu beenden. Bei Red Bull sah man den Leistungsrückgang der Roten in Brasilien und den USA als Bestätigung für den Schummel-Verdacht.

Der Vorwurf: Ferrari würde zwischen den Messungen mehr Benzin in den Motor einspritzen als erlaubt und dadurch einen Geschwindigkeitsvorteil haben.

Benzinleitungen werden überprüft

Der italienische Traditionsrennstall selbst dementiert die Behauptungen natürlich. Der fehlende Highspeed-Vorteil sei lediglich auf die Abstimmung des Autos zurückzuführen - weniger Top-Geschwindigkeit zugunsten eines geringeren Zeitverlusts in den Kurven.

Die FIA-Kommissare können dem ganzen Spuk nun ein Ende setzen. Angeblich wurden bei den betroffenen drei Teams die Benzinleitungen ausgebaut, die zwischen dem Sensor zur Durchflussmessung sowie dem Motor liegen. Diese sollen nun im Labor des Verbands untersucht werden.