2019 M03 15 - 11:15 Uhr

Lungenembolie in der Nacht

Die Formel 1 steht unter Schock. Drei Tage vor dem Saisonstart in Australien ist FIA-Rennleiter Charlie Whiting an einer Lungenembolie gestorben. Der 66-Jährige wurde am Morgen tot in seinem Hotelzimmer in Melbourne gefunden.

"Die Formel 1 verliert einen treuen Freund"

Alles war im Albert Park gerichtet. Am Donnerstag stand der Medien-Tag vor dem Großen Preis von Australien an. Die Vorfreude auf die Saison war überall spürbar. Doch mit der guten Stimmung an der Rennstrecke war es jäh vorbei, als die Nachricht vom Tod Charlie Whitings die Runde machte.

Charlie Whiting (GBR) FIA Delegate gives a FIA Press Conference explaining the 2013 Regulations.15.11.2012. Formula 1 World Championship, Rd 19, United States Grand Prix, Austin, Texas, USA, Preparation Day.- www.xpbimages.com, EMail: requests@xpbima
Charlie Whiting starb kurz vor dem Saisonauftakt im Alter von 66 Jahren an einer Lungenembolie
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"Die Formel 1 verliert einen treuen Freund und charismatischen Botschafter. Meine Gedanken sind bei seiner Familie seinen Freunden und den Fans der Formel 1", war FIA-Boss Jean Todt einer der ersten, der sich zu Wort meldete.

"Wir werden sein Lächeln und seinen feinen Humor vermissen"

Am Tag zuvor hatte Whiting noch mit Fahrern wie Sebastian Vettel und weiteren Offiziellen die obligatorische Streckenbegehung gemacht. Da ahnte noch niemand, welcher Schicksalsschlag folgen sollte.

"Ich war geschockt und traurig, als ich vom Charlies Tod erfuhr. Er war eine Stütze der Formel-1-Familie. Er war ein fantastischer Botschafter unseres Sports. Wir alle sind glücklich, dass wir ihn kennenlernen durften. Wir werden sein Lächeln und seinen feinen Humor vermissen", sagte Mercedes-Motorsport-Chef Toto Wolff.

Whiting hatte seine Karriere als Mechaniker im Tourenwagensport begonnen. Nach mehreren Stationen bei F1-Teams wechselte der Brite 1988 die Seiten und heuerte als Technischer Delegierter beim Motorsport-Weltverband an. 1997 wurde er Rennleiter bei der FIA.

Mit Whiting verliert der Motorsport eine Persönlichkeit, die eine große Lücke hinterlassen wird.