FIA-Boss glaubt an Mick Schumacher

Jean Todt: „Ich denke, Mick wird Karriere machen“

Mick Schumacher (li.) und Jean Todt
© Imago Sportfotodienst

15. Juni 2020 - 15:52 Uhr

Todt weiterhin enger Freund der Schumacher-Familie

Heute ist er der Präsident des Motorsport-Weltverbands FIA, doch seine größten Erfolge feierte er in der Formel 1 mit Michael Schumacher als Teamchef der Scuderia Ferrari: Jean Todt war einer der roten Weltmeistermacher und ist seitdem ein enger Freund der Familie Schumacher. Wie so viele Schumi-Fans weltweit beobachtet auch er ganz genau, wie Michaels Sohn Mick in der Formel 2 performt – und wann es für seinen Sprung in die Königsklasse reichen könnte. "Ich denke, er wird Karriere machen", meint Todt.

Todt betet für Schumi

"Ich hoffe, dass er eine gute Saison in der Formel 2 haben wird. Ich wünsche ihm alles Gute. Er ist intelligent, reif und bescheiden", sagt Todt im Interview mit der italienischen "Corriere della Serra" über den 21-Jährigen.

Auf seinen Freund Michael angesprochen, verriet Todt: "Ich bete immer für ihn." Trotz seiner Erfolgsgeschichte mit dem deutschen Rekordweltmeister würde der Franzose es Lewis Hamilton gönnen, diese Saison den siebten Titel zu holen – und damit die Schumi-Bestmarke einzustellen.

FIA-Boss hofft auf F1-Cockpit 2021 für Vettel

"Für mich persönlich bringt es Erinnerungen an eine gute Zeit. Aber Rekorde sind dafür da, gebrochen zu werden und die Zeiten sind jetzt anders als damals", weiß Todt – er hat deshalb ein besonderes Lob für den aktuellen F1-Weltmeister übrig: "Hamilton und Mercedes leisten ohne jeden Zweifel außergewöhnliche Arbeit."

Weniger schwärmend redet Todt über Sebastian Vettel. Die Frage, ob er überrascht sei vom Abschied des Deutschen von der Scuderia, will der FIA-Boss nicht beantworten, er hält schlichtweg fest: "Ich sage nur, dass ein großartiger Fahrer noch kein Auto für 2021 hat. Ich hoffe für ihn und die Formel 1, dass sich das noch ändert."