Schutz vor Corona-Infketion

FFP2- und OP-Masken: Nachfrage um 1.300 Prozent gestiegen

FFP2- und OP-Maske: Trotz gestiegener Nachfrage ist eine Masken-Knappheit nicht zu befürchten.
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26. Januar 2021 - 14:33 Uhr

Mund-Nasen-Schutz: Nachfrage hoch, Preise gesunken

Seit wenigen Tagen ist es verpflichtend, eine medizinische Schutzmaske beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr zu tragen. Als erstes Bundesland führte Bayern die Pflicht für medizinischen Mundschutz ein. Politiker und Ärzte warnten davor, dass eine derartige Verpflichtung die Preise für den Mund-Nasen-Schutz anhebe und künstlich aufblase. Doch entgegen sämtlicher Annahmen sanken die Preise für die Masken zuletzt sogar und das trotz außergewöhnlich hoher Nachfrage.

Enormer Bedarf an FFP2-Masken

Durch den anhaltenden Lockdown und die strengeren Schutzmaßnahmen vor dem Corona-Virus und auch vor den mutierten Varianten, ist der Bedarf an FFP2-Masken im Laufe des Januars massiv gestiegen. Laut einer Auswertung des Vergleichsportals "idealo.de" liegt der Nachfragewert derzeit 1.300 Prozent über dem Wert von November 2020. Mit dem Beschluss der verschärften Maskenpflicht in Bayern erreichte die Nachfrage nach FFP2-Masken ihren Höhepunkt. Verglichen mit den neun Tagen vor dem Beschluss und der Nachfrage in den neun Tagen nach dem Beschluss ist das Interesse an derartigen Masken auf "idealo.de" deutschlandweit sogar um 2.400 Prozent gestiegen.

In Hamburg und Berlin ist Masken-Interesse am größten

Laut der Auswertung von "idealo.de" ist das Kaufinteresse an Atemschutzmasken in Hamburg und Berlin am höchsten. Insgesamt kommt ein Viertel der gesamten Online-Nachfrage aus diesen beiden Bundesländern. In ländlicheren Regionen wie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist die Nachfrage deutlich niedriger. Mit einer Online-Nachfrage von nur 0,2 Prozent belegt Brandenburg den letzten Platz im Ranking. Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist die Nachfrage laut "idealo.de" mit drei Prozent sehr niedrig.

Masken im Set häufig günstiger

Sowohl die Preise für FFP2- als auch für OP-Masken sind online in den vergangenen elf Wochen stetig gefallen. Der Stückpreis von FFP2-Masken im Set ist im Januar 2021 im Vergleich zum November 2020 um durchschnittlich 37 Prozent gesunken. So mussten Verbraucher*innen im November im Schnitt 4,15 Euro für eine Maske im Set bezahlen. Im Januar kostete der Mund- und Nasenschutz im Durchschnitt nur noch 2,63 Euro. Ein ähnlicher Trend lässt sich bei OP-Masken erkennen: Der Stückpreis von OP-Masken im Set ist im Januar um durchschnittlich 15 Prozent auf 0,86 Euro gefallen. Generell liegen die Stückpreise für Masken im Set deutlich unter dem Preis von Einzelmasken.

Tipp: Wenn Sie beim Maskenkauf auch noch sparen wollen, dann sollten Sie nicht auf Einzelmasken zurückgreifen. Denn günstiger sind die Mund-Nasen-Bedeckungen im Set. Gerade jetzt lohnt sich der Kauf von gleich mehreren Masken.

Risikopatienten bekommen FFP2-Masken mit Berechtigungsscheinen. Wenn die Versicherten von der Krankenkasse Gutscheine bekommen haben, können sie sich damit FFP2-Masken oder andere gleichwertige Masken in der Apotheke holen.

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Maskenknappheit? Kein Grund zur Panik!

Dass FFP2 und Op-Masken knapp werden, sei laut dem Vergleichsportal erst einmal unwahrscheinlich. Denn "idealo.de" konnte seit Oktober 2020 einen Anstieg von rund 750 Prozent in der Angebotsvielfalt von FFP2-Masken verzeichnen. Wer auf idealo.de nach FFP2-Masken sucht, findet mittlerweile knapp 2.300 verschiedene Produkte. Diese Angebotsvielfalt ist ein Indiz dafür, dass die Onlinehändler*innen auf die gesteigerte Nachfrage reagieren und dem großen Interesse mit entsprechenden Angeboten begegnen.

Quelle: DPA/RTL