Nach Kritik an teuren Masken

Bayern will zwei Millionen FFP2-Masken an Bedürftige ausgeben

13. Januar 2021 - 16:21 Uhr

Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken

In Bayern gilt ab kommenden Montag, dem 18. Januar, die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel. Damit sollen Träger nicht nur ihre Mitmenschen, sondern auch sich selbst besser schützen. Jetzt will das Land 2,5 Millionen FFP2-Masken an Bedürftige ausgeben, sagte Ministerpräsident Söder auf einer Pressekonferenz in München. Damit reagiert Bayerns Regierung auf vielfältige Forderungen von Sozialverbänden und der Opposition, die Maskenpflicht sozial abzufedern. Denn FFP2-Masken seien für ärmere Menschen nicht bezahlbar. Auch zum Thema Homeoffice hat Söder sich geäußert.

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Keine Maskenpflicht für Kinder

Auch bei der eigentlichen Maskenpflicht mit FFP2-Masken ruderte die bayerische Landeregierung heute wieder etwas zurück. Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 14 Jahren seien von der generellen FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und im Einzelhandel ausgenommen.

Söder will Homeoffice stärken - allerdings ohne Rechtsanspruch

Außerdem will die bayerische Landesregierung Homeoffice für mehr Arbeitstätige ermöglichen. Homeoffice sei eine echte Chance in der Pandemie, sagte Söder nach einem Gipfel mit Gewerkschafts- und Arbeitgebervertretern. "Wir müssen Arbeitsplätze so strukturieren – da, wo der Produktionsablauf erlaubt und wo es die Geschäftstätigkeit auch nahelegt – dass man immer auch Homeoffice machen kann." Es gelte das Motto: Mehr als bisher, wo immer es möglich sei, so Söder.

Allerdings soll es auch weiterhin keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice geben. Das begründete der CSU-Chef damit, dass Arbeit von zu Hause nicht für alle Branchen sinnvoll und möglich sei.