Feuerwehr-Treppenlauf: Sicherheitschef gewinnt "SaaleRun"

Ein Feuwerwehrmann startet über die 225 Stufen auf die Hausmannstürme der Marktkirche in Halle. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB
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17. Oktober 2020 - 17:21 Uhr

Beim vielleicht coronasichersten Wettkampf des Wochenendes haben sich in Halle 23 Treppenläufer in Feuerwehr-Kleidung und mit Atemschutzmaske die Hausmannstürme der Marktkirche hoch gehetzt. Am schnellsten, in 1:25 Minuten, überwand Tobias Teschner die 225 Stufen zur 43 Meter hohen Brücke zwischen den Türmen. Und das als Quereinsteiger: Er ist kein Feuerwehrmann, sondern Leiter des Fachbereichs Sicherheit in der Stadtverwaltung und damit Chef der Feuerwehr - zuvor war er Polizist.

"Er hat extra einen Atemschutzgeräteträger-Lehrgang gemacht, um mitmachen zu können", sagte Katharina Dieckow, die den Lauf organisiert hat, nach dem Wettkampf. Dieckow ist Feuerwehrfrau in Halle und Vizeweltmeisterin im Crosslauf, wie Feuerwehrsportler den Treppenlauf in voller Ausrüstung nennen. Am Samstag wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht und entschied den Wettbewerb der Frauen mit einer Zeit von 2:50 Minuten für sich.

Die Idee für den Lauf auf die Marktkirche sei ihr vor eineinhalb Jahren bei den Weltmeisterschaften für Polizei- und Feuerwehrsport im chinesischen Chengdu gekommen. "Ich dachte mir, wenn das gut läuft, probieren wir es auch hier", sagte die 40-Jährige. Als sie mit der Silbermedaille am Hals zurückkehrte holte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) als Schirmherrn an Bord. Feuerwehrleute aus ganz Deutschland folgten nun Dieckows Einladung in die Saalestadt.

Wegen der Corona-Pandemie mussten die Teilnehmer zwar vor und nach den Wettläufen zahlreiche Sicherheitsregeln einhalten. Während des Wettlaufs trugen die Teilnehmer mit dem Atemschutzgerät aber ohnehin eine Mund-Nasen-Bedeckung. "Das ist die coronasicherste Maske, die wir haben", sagte Dieckow. Ob der Wettbewerb nach der Premiere in diesem Jahr nächstes Jahr wieder stattfindet, sei noch unklar. "Die Teilnehmer haben aber gesagt sie würden wieder kommen."

Quelle: DPA