Ehemann war selbst in Lebensgefahr

Hat ihr Mann sie getötet? Feuerwehr findet Frauenleiche bei Brandeinsatz in Schuby

Frauenleiche nach Brand in Schuby
Frauenleiche nach Brand in Schuby
© dpa, Benjamin Nolte

13. November 2020 - 13:09 Uhr

Neue Erkenntnisse nach Obduktion

Bei einem Feuerwehreinsatz am Mittwoch (11.11.) finden die Einsatzkräfte die Leiche einer 41-jährigen Frau. Nach der einen Tag später durchgeführten Obduktion gehen die Ermittler davon aus, dass sie durch äußere Gewalteinwirkung zu Tode gekommen ist. Unter Tatverdacht steht ihr 47-jähriger Ehemann.

Hat ihr Ehemann sie umgebracht?

Der Einsatz in Schuby war wohl eigentlich ein Routineeinsatz: Am Mittwochvormittag werden Polizei und Feuerwehr alarmiert, es geht um eine Rauchentwicklung in einer Doppelhaushälfte. Ein 47-jähriger Mann wird gerettet, er schwebt anfangs in akuter Lebensgefahr. Seine Frau kann nur noch tot geborgen werden. Bereits im ersten Polizeibericht ist vermerkt, dass die Frau "erhebliche Verletzungen im Kopfbereich und Verletzungen am Oberkörper" aufwies. 

Feuer in Schuby als Vertuschungsaktion?

Die Staatsanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen und beantragt infolge der Ergebnisse der Obduktion einen Haftbefehl gegen den 47-Jährigen – "wegen des dringenden Tatverdachts eines Tötungsdeliktes". Doch was steckt hinter der Tat? Wollte der Mann zuerst seine Frau und dann sich töten? Oder sollte durch den Brand ein Mord oder ein schlimmer Unfall vertuscht werden? Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, konnte der Mann noch nicht vernommen werden – die Umstände sind also noch ungeklärt.