Feuernacht in Berlin: 14 Autos abgefackelt, zwei Verdächtige festgenommen

Ausgebrannte Fahrzeuge stehen am Kollwitzplatz. Foto: Paul Zinken
Ausgebrannte Fahrzeuge stehen am Kollwitzplatz. Foto: Paul Zinken
© deutsche presse agentur

14. Mai 2018 - 12:29 Uhr

Brandstiftung in Berlin

Am Kollwitzplatz in Berlin sind in der Nacht zum Montag 14 Autos von einem gelegten Feuer beschädigt worden. Zwei 26-Jährige sollen an dem Platz im Ortsteil Prenzlauer Berg drei Wagen angezündet haben, die Flammen breiteten sich dann aus. Die beiden Verdächtigen seien festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Fackelei als Widerstand der linken Szene?

Bei der Fackelei könnte es sich um Brandstiftung der linken Szene in Berlin handeln. Diese hatte kurz vor einem Prozess um ihre Szenekneipe 'Kadterschmiede' in einem früher besetzten Haus in Berlin-Friedrichshain zu Widerstand aufgerufen. Der Hauseigentümer wollte erreichen, dass der 'Kadterschmiede'-Verein die Räume verlassen muss, die dieser seit Ende 2013 ohne Mietvertrag in der Rigaer Straße nutzt.

Jetzt entschied das Landgericht jedoch, dass die umstrittene Autonomen-Kneipe, der Szenetreff der Linksautonomen, in Friedrichshain bleibt. Für die Zeit bis zum Gerichtstermin waren "Diskussions- und Chaostage" sowie unangemeldete Demonstrationen geplant. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt. In dem Stadtviertel verüben Linksautonome immer wieder Brandanschläge auf Autos.

Quelle: DPA, Rtl.de