Feuer in Flüchtlingsheim Hürth: Vermeintliches Brandopfer wurde vorher umgebracht

© dpa, Marius Becker

31. Dezember 2014 - 15:25 Uhr

Keine Hinweise auf fremdenfeindlichen Hintergrund

In einem Flüchtlingsheim bei Köln ist ein Bewohner getötet worden - danach wurde das Gebäude durch ein Feuer zerstört. Die Leiche des 30-Jährigen war nach dem Brand in Hürth (Rhein-Erft-Kreis) entdeckt worden. Die Mordkommission geht von einem Tötungsdelikt aus, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Bei einer Obduktion sei massive Gewalteinwirkungen am Körper der Mannes festgestellt worden.

Rettungskräfte hatten den 30-Jährigen am späten Montagabend tot im zweiten Obergeschoss des Gebäudes gefunden. Es gebe derzeit keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund, sagte die Sprecherin. Der Staatsschutz sei eingeschaltet. Dies sei bei einem Brand in einem Flüchtlingsheim jedoch automatisch der Fall. Das Feuer war nach ersten Ermittlungen am Montagabend gegen 23 Uhr aus noch ungeklärter Ursache im zweiten Obergeschoss des Heims ausgebrochen. Insgesamt sind nach Angaben der Polizei zehn Menschen in dem Gebäude gemeldet. Zum Zeitpunkt des Brandes waren aber nur zwei weitere Männer im Gebäude. Sie wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.