Feuer in Fernwärme-Kraftwerk in Hamburg ausgebrochen

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Einsatzwagen der Feuerwehr. Foto: picture alliance / Stephan Jansen/dpa/Symbolbild
Ein Blaulicht leuchtet auf einem Einsatzwagen der Feuerwehr. Foto: picture alliance / Stephan Jansen/dpa/Symbolbild
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04. Mai 2021 - 23:12 Uhr

Hamburg (dpa/lno) - Im Heizkraftwerk Tiefstack in Hamburg-Billbrook ist am frühen Dienstagabend ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr geriet ein Förderband in Brand, auf dem Kohle in die Verbrennungsanlage transportiert wird. Es habe eine starke Rauchentwicklung gegeben. Menschen waren jedoch nicht in Gefahr, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Der ursprüngliche Verdacht, dass sich das Feuer auf ein Kohlesilo ausgebreitet haben könnte, bestätigte sich zunächst nicht.

Feuerwehrleute sägten das Förderband am späten Abend teilweise auf, um zu den Brandnestern vorzudringen. Man rechne mit Löscharbeiten bis in die Nacht, sagte der Feuerwehrsprecher weiter. Die Wärmeversorgung der Hamburger sei trotz des Brandes nicht gefährdet gewesen. Anwohner wurden vor der Rauchentwicklung gewarnt. Die Feuerwehr war zu Spitzenzeiten mit vier Löschzügen, Sondereinsatzfahrzeugen und mehr als 100 Feuerwehrleuten im Einsatz.

Das Heizkraftwerk Tiefstack deckt einen Großteil des Hamburger Fernwärmebedarfs. Bereits 1917 hatten die Hamburgischen Electricitäts-Werke hier ihr erstes Großkraftwerk in Betrieb genommen. Die heutige Anlage stammt aus dem Jahr 1993. Das Heizkraftwerk ist für die Grundlast ausgelegt. Die Anlage wird derzeit noch mit Steinkohle betrieben. Bis spätestens 2030 soll in Tiefstack der Einsatz von Kohle beendet werden.

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Quelle: DPA

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