2018 M09 24 - 18:53 Uhr

Mann (28) sollte in eine Psychiatrie gebracht werden

Lichterloh brennend stürzen drei Männer aus einem Haus in Hamburg - einer von ihnen erliegt wenig später seinen Verletzungen. Ein anderer wird schwerverletzt mit Rettungshubschraubern in eine Klinik gebracht. Ein psychisch kranker Mann soll die Männer angezündet haben - bei ihnen handelt es sich um seinen Betreuer und zwei Bezirksamtsmitarbeiter.

Ein Mann stirbt, sein Kollege ist schwerverletzt

Die Mitarbeiter des Zuführungsdienstes des Bezirksamts Altona sollten den 28-jährigen psychisch Kranken mit richterlichem Beschluss in eine Klinik zwangseineinweisen. Dazu waren sie mit ihm in seiner Wohnung verabredet. Als sie diese betraten, soll er sie mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet haben. "Es gab sofort eine Verpuffung", sagte Polizeisprecher Timo Zill.

Die drei Männer standen direkt in Flammen, die sich außerdem rasend schnell von der Wohnung in den nächsten Stock ausbreiteten. Einer der Mitarbeiter des Bezirksamts sprang in Panik aus einem Fenster der dritten Etage. Sein Kollege flüchtete durchs Treppenhaus - für den 50-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Der mutmaßliche Täter erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Der Betreuer des 28-Jährigen wurde leicht verletzt.

Opfer wurden in Spezialklinik gebracht

Der Angreifer und der Bezirksamtsmitarbeiter, der sich aus dem Fenster rettete, wurden in eine Spezialklinik eingeliefert. Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen und rund 50 Feuerwehrleuten im Einsatz. Inzwischen hat die Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sprach von einer schrecklichen Tat. "Den Angehörigen des getöteten Mitarbeiters des Bezirksamtes Altona spreche ich mein tiefes Mitgefühl und Beileid aus." Dem ebenfalls von der Tat betroffenen Mitarbeiter wünschte der Bürgermeister, dass er sich von seinen schweren Verletzungen erhole.