Sie hatten Todesangst

Flammeninferno in Hamburg: 70-jähriges Ehepaar springt aus dem Fenster

13. April 2021 - 10:23 Uhr

Zwei 70-Jährige springen aus dem Flammeninferno in Hamburg

Es sind dramatische Sekunden, in denen es um Leben und Tod geht: Ein 70-Jähriger steht um Hilfe schreiend auf einem Fenstersims im ersten Obergeschoss. Dann kann sich der Senior nicht mehr halten, er versucht noch, sich hinzusetzen, springt dann in die Arme der Passanten, die versuchen, ihn mit Bettlaken und Decken aufzufangen. Der 70-Jährige überlebt den Sprung, hat aber schwere Verbrennungen! Auch seine 70-jährige Frau springt wenig später auf die Straße, sie erleidet vermutlich eine Rückenverletzung. Weitere sechs Menschen, darunter auch eine Mutter mit einem 2-jährigen Kind, werden über Leitern aus dem brennenden Gebäude gerettet.

Wie ein 70-jähriger aus dem Fenster springt, sehen Sie im Video.

"Der Brandort ist immer noch nicht freigegeben!"

Hamburg der 11.04.2021, Im Schiffbeker Weg brennt aktuell eine Wohnung im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses. Diees Feuer ist ins dritte OG übergesprungen. Drei Personen sind aus dem Fenster gesprungen, acht weitere Personen über die Drehleier ger
Zwei Menschen sind aus der brennenden Wohnung im ersten Stock in die Tiefe gesprungen.
© imago images/Andre Lenthe, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Das Feuer war am Sonntag gegen 16 Uhr in der ersten Etage in einem Altbau am Schiffbeker Weg ausgebrochen. Zahlreiche Anwohner riefen die Feuerwehr an. Sie schilderten dramatische Szenen. "Die Feuerwehr hat den Brandort immer noch nicht freigegeben. Wir werden aber gleich mit ihnen telefonieren und dann mit unseren Brandermittlern vor Ort sein, um die Brandursache zu ermitteln", so Holger Vehren von der Polizeipressestelle Hamburg am Montagmorgen.

Viele weitere Menschen nach Brand in Hamburg verletzt

Ein Feuerwehrsprecher sprach von einem "hochkomplexen Menschenrettungs-Geschehen". Nach einem zweieinhalb Stunden langen, hochdramatischen und intensiven Einsatz für alle Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren war das Feuer gelöscht. Das Wohnhaus musste für unbewohnbar erklärt werden. Die Feuerwehr Hamburg war mit 39 Fahrzeugen, darunter 13 Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge, und 122 Einsatzkräften im Einsatz. Die Wohnung brannte vollkommen aus, wie der Sprecher sagte. Mehr als 75 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie konnten ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen verhindern. Zur Brandursache machte die Feuerwehr keine Angaben.


Quelle: DPA / RTL.de

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