Auf eine feucht-fröhliche Hochzeitsnacht!

400 Kästen Bier versperren den Weg zum Ehebett

Ach du heiliger... Kasten Bier! Über 400 davon stapeln sich vor dem Haus des frisch vermählten Ehepaars.
Ach du heiliger... Kasten Bier! Über 400 davon stapeln sich vor dem Haus des frisch vermählten Ehepaars.
© Anhänger Lamminger

19. September 2021 - 9:03 Uhr

Verliebt, verlobt, verheiratet - verdammt!

Seine Hochzeitsnacht hat sich das frisch vermählte Ehepaar aus Grabenstätt am Chiemsee bestimmt auch etwas anders vorgestellt. Als es nach Hause kommt, erkennt es sein Haus kaum wieder: Meterhoch türmen sich unzählige Bierkästen an ihrer Fassade auf. Na, prost Mahlzeit!

Zwischen Leber und Nierchen passt immer ein Bierchen...

Bis zum Dachgibel - alles voll mit Bierkästen.
Bis zum Dachgibel - alles voll mit Bierkästen.
© Anhänger Lamminger

… aber eben kein Brautpaar. Jedenfalls erst, nachdem sich Stefan und Maria, frisch angetraut, durch die Bierkästen geschaufelt hatten, wie sie chiemgau24.de erzählten. "Mein erster Gedanke war 'O Gott, o Gott'", sagte die Braut dem Nachrichtenportal.

Videotipp: 'Oh Gott' dachte sich bestimmt auch dieser Bräutigam, als er sich am Altar zu seiner "Braut" umdrehte!

Kein Wunder. Über die komplette Hausfassade hatten Freunde des Paares die Kästen aufgestapelt. Mit tatkräftiger Unterstützung von Anhänger Lamminger und deren Hebebühne. Und:"Insgesamt haben wir über 400 Biertragerl verwendet, die wir uns dankenswerterweise von der Brauerei Baumburg kostenlos ausleihen durften", sagte ein Freund gegenüber chiemgau24.de.

Na dann: Hoch die Tassen!

Ihre Hochzeitsnacht hatte sich das Brautpaar bestimmt auch anders vorgestellt.
Ihre Hochzeitsnacht hatte sich das Brautpaar bestimmt auch anders vorgestellt.
© Anhänger Lamminger

Nix da. Die Bierkästen waren nämlich leer. Schade. Wobei – so war es immerhin etwas leichter, sie Stück für Stück wieder abzubauen. Sogar Haustür und Briefkasten hatten die "Freunde" mit zugebaut. Tja, Brauch ist Brauch.

Wer das war, dürfte dem Paar zwar wahrscheinlich schnell klar gewesen sein. Aber zur Sicherheit haben sich die Täter noch auf einem Zettel verewigt: "Bleibt einander stets verbunden, in schönen wie in schweren Stunden. Eure Freunde, A, A, B, B, C, S, V, E, J, V, E", stand da.

Warum aber die Bierkästen? Ok, Rosenblätter und Luftballons gab es natürlich auch. Aber das mit dem Bier hatte etwas mit Bräutigam Stefans bierträchtiger Vergangenheit zu tun.

"Die Tragerl-Geschichte dürfte dabei eine Anspielung auf meine Kindheit gewesen sein. Denn ich bin quasi in einem Getränkemarkt, den meine Eltern geführt haben, aufgewachsen", sagte er zu chiemgau24.de

Lesetipp: Ob dieses Brautpaar wohl einen Schreibwarenladen hatte? Alles voller Post-its!

Von seinem "Schock" und dem schweren Start in die Ehe erholt sich das Brautpaar übrigens gerade in seinen Flitterwochen. (cga)