Leclerc knapp vor Vettel

Ferrari im 2. Hockenheim-Training vorne - Gasly fliegt spektakulär ab

F1 Grand Prix of Germany - Practice
© Getty Images, Bongarts, WTM

26. Juli 2019 - 18:33 Uhr

Nur Hamilton kann Ferrari folgen

Ferrari hat einen perfekten Start in den Großen Preis von Deutschland (Sonntag, ab 14.15 Uhr live bei RTL und online im Livestream bei TVNOW.de und in der TVNOW App) erwischt. Nach Sebastian Vettels Bestzeit im 1. Freien Training knallte Charles Leclerc in Session 2 die schnellste Zeit auf den Hockenheimring.

Gasly zerlegt seinen Red Bull im Motodrom

Bei der 90-minütigen Hitzeschlacht mit Streckentemperaturen jenseits der 50 Grad war Leclerc in 1:13,449 Minuten knapp eineinhalb Zentel schneller als sein Scuderia-Kollege. Einzig Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes konnte als Dritter (+0,146 Sekunden) das Tempo der roten Renner mitgehen.

Valtteri Bottas (Platz 4/+0,662) hinkte im zweiten Silberpfeil deutlich hinter den Ferraristi her, Red-Bull-Pilot Max Verstappen wurde Fünfter (+0,684). Nico Hülkenberg verbesserte sich am Nachmittag und raste auf Rang 9 (+1,023).

Der Aufreger der Session eine Viertelstunde vor Schluss: Pierre Gasly verlor in der letzten Kurve das Heck seines 'Bullen', krachte auf Höhe von Start/Ziel in den Reifenstapel. Der junge Franzose stieg unverletzt aus seinem zertrümmerten Boliden - viel Plackerei für die Mechaniker am Freitagabend. Für Gasly kommt der Abflug zur Unzeit, schien er doch zuletzt in Silverstone den überfälligen Schritt nach vorne gemacht zu haben.

Ferrari-Zeiten noch mit Vorsicht zu genießen

Trotz zweier Bestzeiten ist Ferrari nicht 'über Freitag' zum Topfavoriten für Vettels Hockenheim-Heimspiel aufgestiegen. Denn: Bei den Longruns mit den Medium- und Hard-Pneus machten mal wieder die Silberpfeile den stärksten Eindruck. Außerdem sollen die Wüsten-Temperaturen ab Samstag normalem Sommer-Wetter weichen, was Mercedes in die Karten spielt.

Bei heißen Temperaturen hat der Branchenprimus Probleme mit der Kühlung, wie der Österreich-GP zeigte. In Hockenheim fahren die Silberpfeile deshalb auch mit vergrößerten Kühlschlitzen. Nicht die einzige Änderung: Mercedes hat beim Heim-GP ein umfangreiches Aerodynamik-Update am Start: Zu dem Paket gehören unter anderem ein modifizierter Frontflügel, eine Vielzahl veränderter Luftleitbleche sowie optimierte Heckflügel-Endplatten. F1-Insider sprechen gar von einem zu 60 Prozent neuen Auto.