Ferrari: Duo Vettel/Alonso schadet uns

Fernando Alonso und Sebastian Vettel werden nicht gemeinsam für Ferrari fahren.
Fernando Alonso und Sebastian Vettel werden nicht gemeinsam für Ferrari fahren.
© dpa, David Ebener

17. Januar 2013 - 10:41 Uhr

Dreifach-Champion Sebastian Vettel und Fernando Alonso als momentan bester Fahrer im F1-Zirkus in einem Rennstall – was wohl jeden Teamchef träumen lässt, ist für Ferrari ein Graus. "Zwei Nummer-1-Fahrer an einem Tisch bringen letztendlich mehr Schaden und Stress fürs Team als gute Leistung", sagte Scuderia-Teamchef Stefano Domenicali und beendete damit die Gerüchte, die 'Roten' seien am Weltmeister interessiert.

Das dürften die Verantwortlichen von Red Bull gerne hören, doch die Rivalität zwischen Ferrari und den 'Bullen' wird in der neuen Saison wohl ihre Fortsetzung finden – nicht nur sportlich. Nachdem Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko zuletzt Alonso für seine politische Herangehensweise im Titelkampf kritisiert hatte, meldetet sich jetzt Domenicali zu Wort: "Ich denke ehrlich gesagt, dass Fernando extrem auf seine Leistung konzentriert war und es gibt immer ein paar Personen, die glauben, sie können von anderen Reaktionen provozieren."

Domenicali: Müssen Red Bulls Siegeszug beenden

Red Bull versuche, "etwas herauszukitzeln und die Meinung anderer zu attackieren und sie dadurch vielleicht zu schwächen", sagte Domenicali, der den Zweikampf aber nicht mit Worten austragen will: "Von meinem Standpunkt aus kann ich versichern, dass unser Fokus darauf liegt, eine Antwort auf der Strecke zu geben anstatt mit Worten. Wir werden auf all das antworten, indem wir versuchen, möglichst stark zu sein und vor allem eines: in Front."

Das war in der letzten Saison nicht so. Zum Schluss trennten Alonso und Vettel nur drei mickrige Punkte. Während der Deutsche nicht nur die Fahrer-WM holte, sondern auch maßgeblichen Anteil daran hatte, dass Red Bull die Konstrukteurs-WM gewann, ging Ferrari leer aus – doch das wird sich ändern, meint Domenicali: "Die Niederlage brennt immer noch in unserem Herzen. Wir müssen und werden den Siegeszug von Red Bull in dieser Saison beenden."