Fenstersturz und Notoperation

Kater "Duman" springt dem Tod zweimal von der Schippe

Nach Sturz aus dem Fenster: Kater Duman erlitt Verletzungen an der Wirbelsäule und am Sprunggelenk.
Nach Sturz aus dem Fenster: Kater Duman erlitt Verletzungen an der Wirbelsäule und am Sprunggelenk.
© Pressebild, Tierschutz Austria

19. April 2021 - 13:38 Uhr

Kater "Duman" überlebt einen Sturz aus dem 4. Stock

Zum Glück haben Katzen sieben Leben. Denn bereits zweimal sprang Kater "Duman" dem Tod von der Schippe. Der neun Monate alte Stubentiger überlebte Ende März einen Fenstersturz aus dem 4. Stock und verletzte sich dabei schwer. Da sein Besitzer nicht für die Kosten aufkam, drohte dem Kater die Einschläferung. Dank des Tierschutzes Austria ist "Duman" nun wieder auf dem Weg der Besserung.

Rettung in letzter Sekunde

Bei seinem Sturz aus dem Fenster erlitt der junge Kater mehrere schwere Frakturen an der Wirbelsäule und an einem Sprunggelenk. Seine Besitzer brachten "Duman" sofort in die Tierklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Der Kater schwebte in Lebensgefahr. Mehrere Operationen waren nötig, um ihn vor dem sicheren Tod zu retten. Doch die chirurgischen Eingriffe und eine aufwändige Therapie waren mit hohen Kosten verbunden. Diese konnte oder wollte "Dumans" Besitzer nicht tragen. Da sich das Tier jedoch in einem so schlechten Zustand befand, drohte ihm eine Einschläferung.

Doch "Duman" hatte Glück im Unglück, denn die "Vetmed" wollten den Kater nicht so schnell aufgeben und kontaktierten den Tierschutz Austria (TSA) mit der Bitte um Hilfe. Das TSA-Team sicherte finanzielle Hilfe für den Kater zu. Der überstand die Operationen gut und erholte sich im Anschluss in der Tierklinik Wien. Eigentlich sollte der Kater im Tierschutzhaus Vösendorf weiterversorgt und gepflegt werden, bis man ein neues Zuhause gefunden hatte, doch das Schicksal wollte es anders.

"Duman" findet ein neues Zuhause

"Duman", der von seinen Pflegern liebevoll "Dumanschi" genannt wird, konnte direkt nach seinem Krankenhausaufenthalt in eine private Pflegestelle ziehen. Dort kann der rote Kater nun den Rest seines Katzenlebens verbringen. Das TSA-Team gab bekannt, dass sie auch in Zukunft die weiteren Kosten der Nachversorgung tragen werden – solange bis ihr Sorgenkind wieder ganz fit ist.

In Zusammenhang mit diesem Vorfall appellierte der Tierschutz Austria, an alle potentiellen Haustierbesitzer, dass die Anschaffung eines Haustieres immer gut überlegt sein sollte. Mit dem Kauf eines Tieres ginge eine jahrelange Verantwortung einher, die mit hohen Kosten, insbesondere im Krankheitsfall, verbunden sei. Zusätzlich weist der Verein alle Besitzer von Wohnungskatzen darauf hin, ihre Fenster stets mit Katzengittern zu sichern um schwere Unfälle, wie den von "Duman", zu vermeiden.

Nach den ganzen Strapazen in seinem ersten Lebensjahr führt "Dumanschi" von nun an hoffentlich ein glückliches Katzenleben in seinem neuen Zuhause.

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