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Feldlerche auch in Sachsen-Anhalt auf dem Rückzug

Feldlerche
Eine Feldlerche (Alauda arvensis) aus der Familie der Lerchen (Alaudidae), sitzt auf einem Stein. Foto: Andreas Neuthe/Archiv © deutsche presse agentur

Die Feldlerche ist bereits zum zweiten Mal zum "Vogel des Jahres" gekürt worden - auch in Sachsen-Anhalt nimmt die Zahl der Tiere immer weiter ab. Der Bestand im Land werde auf 150.000 bis 250.000 geschätzt, erklärte Nabu-Landesvorsitzende Annette Leipelt am Freitag. 2015 gab es den Angaben zufolge 20 bis 50 Prozent weniger Feldlerchen als 1990. Die Vögel seien von der modernen und hoch technisierten Landwirtschaft unmittelbar betroffen, sagte Leipelt. Sie fänden kaum noch geeignete Flächen zum Brüten und zur Nahrungssuche. Das liege auch am zunehmenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Der "Vogel des Jahres" wird vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV/Bayern) gekürt. Verbunden mit der Wahl der Feldlerche (Alauda arvensis) fordern die Verbände eine grundlegende Änderung der EU-Agrarpolitik: Die immer intensiver werdende Landwirtschaft sei zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden. Statt in Massenproduktion müsse in naturverträgliche Landwirtschaft investiert werden. Die Lerche stehe stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil noch schlechter gehe. Der aktuelle Bestand der Feldlerchen in Deutschland wird laut Nabu auf 1,3 bis 2,0 Millionen Brutpaare geschätzt.


Quelle: DPA

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