Urlaubsrückkehrer, private Feiern, Großveranstaltungen

Merkel: Das sind die neuen Corona-Regeln für Deutschland

29. August 2020 - 9:34 Uhr

Kanzlerin Merkel und Ministerpräsidenten einigen sich auf neue Corona-Regeln

Fünf Stunden lang hat Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über neue und vor allem gemeinsame Corona-Regeln diskutiert. Es ging um private Feiern, Großveranstaltungen und auch Urlaubsrückkehrer. Worauf sich Bund und Länder geeinigt haben – erfahren Sie hier im Überblick.

+++ Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie jederzeit in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Das haben Bund und Länder beschlossen

  • Bundesweit einheitliche Bußgelder

Bund und Länder einigten sich demnach auf ein gemeinsames Mindestbußgeld von 50 Euro für Maskenverweigerer. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist weiter überall einzuhalten. Die regelung gilt in allen Bundeslädnern mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt.

  • Corona-Tests für Reisende:

Die Möglichkeit, sich als Reiserückkehrer aus Nicht-Risiko-Gebieten kostenlos testen zu lassen, endet. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind in jedem Fall verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort zu isolieren (Quarantäne). Mäglichst ab dem 1. Oktober sollen sie die Quarantäne dann frühestens ab dem fünften Tag durch einen negativen Corona-Test verkürzen.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:
  • Reisen in Risikogebiete

"Wir rufen dazu auf, auf Reisen in Risikogebiete zu verzichten", sagte Merkel. Wer eine vermeidbare Reise in ein bereits bekanntes Risikogebiet antrete, könne nicht mehr damit rechnen, dass Verdienstausfälle wegen Quarantäne ausgeglichen würden. Dies solle aber nur gelten, wenn etwa ein Land bereits zum Reiseantritt zum Risikogebiet erklärt worden war.

  • Großveranstaltungen

Großveranstaltungen bleiben wie gehabt erstmal verboten. Bund und Länder verlängern die bestehenden Auflagen demnach bis mindestens 31.12.2020. Das Verbot gilt für Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kirmes- Veranstaltungen.

Ausnahmen können in Regionen mit einer 7-Tages-Inzidenz von unter 15 dann vorgesehen werden, wenn sichergestellt ist, dass die Teilnehmer ausschließlich aus dieser Region bzw. aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Inzidenzen kommen

  • Private Feiern:

Eine bundesweit einheitliche Regelung für Feierlichkeiten im Familien- und Freundeskreis wird es dagegen vorerst nicht geben. Bund und Länder konnten sich nicht auf eine Obergrenze für ganz Deutschland einigen. Die Bürger werden gebeten, in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten nötig und vertretbar seien.

"Kanzlerin wollte Obergrenze für Privatpartys"

Unsere Reporterin Franca Lehfeldt hat Interna zur Sitzung gestern – die verrät sie im Video.

Videoplaylist: Alles, was Sie über das Coronavirus wissen sollten