Bank in Pennsylvania will alles zurück

Fehlbuchung: Paar bekommt 120.000 Dollar überwiesen - und verprasst alles

10. September 2019 - 15:42 Uhr

120.000 Dollar in zweieinhalb Wochen ausgegeben

Stellen Sie sich vor, Sie werfen einen Blick auf Ihr Bankkonto und auf einmal sind sie da: 120.000 Dollar (rund 108.700 Euro). Im Lotto haben Sie nicht gewonnen und auch eine Erbschaft stand nicht an. Was also tun mit der ganzen Kohle? Robert und Tiffany Williams aus Pennsylvania entschieden sich, nicht bei ihrer Bank nachzufragen. Stattdessen brauchten sie zweieinhalb Wochen, um den Geldsegen zu verbraten. Dann meldete sich ihr Kreditinstitut.

Autos, Autos, Autos - und noch ein paar Zerquetschte für die Freunde

Beim Ausgeben war das Ehepaar nicht zimperlich: Wie die "Washington Post" unter Berufung auf die "Williamsport Sun-Gazette" berichtet, kauften die beiden einen Wohnwagen, einen Chevrolet und einen Rennwagen. Auch ihre Freunde kamen nicht zu kurz - umgerechnet 13.585 Euro sollen die Ehepartner an ihre Bekannten verteilt haben. Es hätte alles so schön sein können, doch die Freude über den warmen Regen währte nur kurz: 20 Tage später bemerkte die Bank die Fehlbuchung und meldete sich bei Robert und Tiffany Williams.

Sie informierte das Ehepaar über den Fehler und forderte es auf, das Geld zurückzuüberweisen. Doch das gestaltete sich schwierig: Dem Bericht zufolge soll Tiffany Williams einem Angestellten der Bank gesagt haben, das Geld sei nicht mehr da mehr, weil sie bereits alle Rechnungen bezahlt hätten. Die 35-Jährige versprach, mit ihrem Ehemann zu reden und einen Plan auszuarbeiten, um das Minus von 107.416 Dollar (rund 97.000 Euro) auf ihrem Konto auszugleichen.

Plötzlich meldete sich niemand mehr

Der Erfolg war offenbar mäßig: Als das Kreditinstitut nichts mehr von beiden hörte, schaltete es kurz darauf die Polizei ein. Im Gespräch mit den Ermittlern soll das Paar zugegeben haben, davon gewusst zu haben, dass das Geld nicht ihnen gehörte. "Aber sie gaben es trotzdem aus", heißt es in dem Bericht.

Jetzt läuft eine Klage wegen Diebstahls - das Gericht setzte die Kaution auf 25.000 Dollar (rund 22.640 Euro) pro Kopf fest. Ob das Paar den Betrag zahlen konnte, ist nicht bekannt.