Mit Hocker am Bordstein

FDP-Politikerin besucht Enkel mit Sicherheitsabstand

Berlin, Plenarsitzung im Bundestag Deutschland, Berlin - 04.03.2020: Im Bild ist Marie-Agnes Strack-Zimmermann (fdp) wä
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31. März 2020 - 13:23 Uhr

Enkel winken Strack-Zimmermann vom Fenster zu

Not macht bekanntlich erfinderisch - und in Corona-Zeiten kann man es sich auch auf einem Hocker an der Straße gemütlich machen, um die Enkelkinder sehen zu können. Diese Idee hatte die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. In einem Instagram-Post zeigt sie, wie sie mit ihrem Mann am Bordstein hockt, während ihre Enkel vom Fenster grüßen. Abstand halten ist schließlich höchstes Gebot.

Zuspruch aber auch Kritik auf Instagram

"Mit angemessenem Sicherheitsabstand konnte ich meine Enkel wenigstens kurz vor dem heimischen Fenster wiedersehen", schreibt Strack-Zimmermann. Das Foto entstand vor dem Fenster der Wohnung ihrer Tochter und ihres Schwiegersohnes in Düsseldorf.

Für ihre Idee erntete Strack-Zimmermann viel Lob in den Sozialen Netzwerken. Manche kritisieren das Verhalten der Politikerin aber auch: "Tur mir leid, aber wenn das jeder machen würde... kein gutes Vorbild, leider" oder "Leute die sich nicht bewegen und es anderen auf dem Gehweg schwer machen, den Abstand einzuhalten - das kann man auch per Skype machen", heißt es da unter anderem. 

Die letzten Wochen waren für die Bundestagsabgeordnete sehr intensiv. Deshalb habe sie länger nicht mehr viel Zeit mit ihrer fünfjährigen Enkelin und ihrem zweijährigen Enkel verbringen können, sagte Strack-Zimmermann auf dpa-Anfrage. So kam sie vor das Fenster, "um zumindest mit Abstand endlich wieder einmal die Familie zu sehen".