Peter Neururer im Interview über den königsblauen Peinlich-Club

Chaos ohne Ende: Was auf Schalke alles schief lief

25. November 2020 - 19:37 Uhr

Wie geht es jetzt auf Schalke weiter?

Auf Schalke brennt weiter - nein, nicht der Baum, das wäre ja harmlos – der ganze Wald. Mit einem Rundumschlag erster Güte hat der Chaos-Club auf die vergangenen Horrorwochen reagiert. Mit Michael Reschke warf Sportvorstand Jochen Schneider den Technischen Direktor raus, Wut-Stürmer Vedad Ibisevic darf sich auch einen neuen Verein suchen, diverse andere Profis sind suspendiert. Und jetzt? Steht Schalke quasi führungslos da. Peter Neururer, sportlich gefühlt seit Äonen mit dem Traditions-Club aus dem Pott verheiratet, kann da vor dem RTL-Mikro nur mit dem Kopf schütteln – wenngleich ihm solche Zustände bei seinem Herzensverein vertraut sind. Wie es soweit kommen konnte, sagt Neururer im exklusiven Interview mit RTL/ntv im Video oben.

"Schwerste Situation auf Schalke seit 1991"

Dabei bringt sich Neururer reflexartig in Stellung. Die Verantwortlichen auf Schalke "sollten sich mit Leuten unterhalten, die Erfahrung im Abstiegskampf haben und mit Leuten, die eine gewisse Affinität zu Schalke haben. Dann kann man das Ding vielleicht noch reparieren. "Jochen Schneider weiß, wo diese Menschen zu finden sind. Zum Beispiel bei mir und bei einigen anderen großartigen Menschen, Mike Büskens, Huub Stevens, Olaf Thon. Da bin ich nur eine kleine Nummer", sagt Neururer über "die schwerste Situation auf Schalke seit 1991".

Nach der Champions-League-Zeit sei nie eine Spielphilosophie entwickelt worden: "Die Zusammenstellung dieser Mannschaft ist Wild West von Anfang bis Ende."

Dabei kann Trainer Manuel Baum, nach Neururers Ansicht ärmste Sau im Schalker Dilemma, am wenigsten dafür. Das sieht auch Olaf Thon so. "Ich bin der festen Überzeugung, dass alle hinter hinter dem Trainer und dem Vorstand stehen und das Ding hier zusammen durchziehen", so das S04-Urgestein im Interview mit RTL/ntv.

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