Spielunterbrechung in Sinsheim

Bayern-Wut wegen Hopp-Schmähungen

TSG 1899 Hoffenheim v FC Bayern Muenchen - Bundesliga
TSG 1899 Hoffenheim v FC Bayern Muenchen - Bundesliga
© Bongarts/Getty Images, Bongarts, LR

29. Februar 2020 - 19:52 Uhr

Plakat im Bayern-Block gegen TSG-Mäzen

Diese Szenen möchte kein Fußball-Fan im Stadion sehen: Das Spiel zwischen 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München kam nach knapp 77 Minuten zum zweiten Mal zum Stillstand, als Fans des Rekordmeisters erneut ein Schmähplakat gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp präsentierten. Eine Aktion, die die Bayern-Bosse zum Kochen brachte und zu einer einmaligen Aktion in Sinsheim führte.

Bayern zeigt sich geschlossen vor der Kurve

Die Hoffenheimer hatten längst das Feld verlassen, als sich die Mannschaft des FC Bayern inklusive Trainer Hansi Flick, Co-Trainer Hermann Gerland und schließlich sogar dem designierten Vorstands-Boss Oliver Kahn geschlossen vor dem Gäste-Block versammelte. Ein glasklares Signal gegen die Aktion ihrer Fans.

Auch Karl-Heinz Rummenigge machte sich auf den Weg in den Innenraum, nachdem er seinerseits ein Zeichen auf der Tribüne setzte: Er ging zu Hoffenheim-Sponsor Hopp, nahm ihn in den Arm. Ein Handschlag zum Abschluss und die Botschaft, dass die Bayern die Aktion von Teilen ihrer Fans konsequent verurteilen.

TSG und FCB protestieren mit Freundschafts-Kick

Nach der Unterbrechung kamen die Mannschaften gemeinsam mit Rummenigge und Hopp zurück auf den Rasen. Gespielt wurde aber nicht mehr. Die Münchner und die Hoffenheimer schoben sich die Kugel nur noch friedlich hin und her - ein Protest, den die Club-Bosse an der Seitenline mit Applaus begleiteten.

Szenen, die es so in der Bundesliga noch nie gab. Ach so: Die Bayern gewannen 6:0.

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Unterbrechung auch in Dortmund

Auch in Dortmund war es in der zweiten Hälfte im Spiel gegen den SC Freiburg (1:0) zur Unterbrechung gekommen. Dort hatten Stadionbesucher Schmähgesänge gegen Hopp angestimmt. Die Partie wurde nach kurzer Pause fortgesetzt.