Kein Komplett-Rückzug vom FC Bayern

Hoeneß hört nur ein bisschen auf

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21. August 2019 - 11:36 Uhr

Abschied in Raten

Uli Hoeneß hat nach dem Sommer-Beben um seinen möglichen Abschied erstmals bestätigt, als Präsident und Aufsichtsratschef beim FC Bayern München zurückzutreten. Aber: Der 67-Jährige wird sich nicht komplett vom deutschen Fußball-Rekordmeister verabschieden. Auch den Zeitpunkt seines Rückzuges ließ er offen.

Hoeneß bleibt im Aufsichtsrat

"Ich bleibe im Aufsichtsrat. Den Vorsitz gebe ich aber mit dem Amt des Präsidenten zurück, wenn es soweit ist", zitierte die "Bild"-Zeitung Hoeneß am Rande eines Golf Charity Turniers des Clubs in Gut Rieden.

Hoeneß will am 29. August dem Aufsichtsrat die Entscheidung über seine Zukunft mitteilen. "Vorher gibt es von mir keine offizielle Erklärung", sagte er jüngst dem "kicker". Es gilt als wahrscheinlich, dass Hoeneß bei der Mitgliederversammlung im November nicht mehr für das Amt des Präsidenten kandidieren wird.

Seine Nachfolge in beiden Ämtern soll Herbert Hainer übernehmen. Der frühere adidas-Chef, ebenfalls ein Metzgerssohn, ist ein enger Freund von Hoeneß.

Video: Ende eine Ära

Hoeneß hatte 1979 das Amt als Manager übernommen und gilt als der große "Macher" des FC Bayern. Nachdem er zuvor schon als Spieler große Erfolge mit den Münchnern gefeiert hatte, baute er sie vom Schreibtisch aus zum unangefochtenen Branchenprimus in Deutschland auf.

"Was hier sportlich und gesellschaftlich geschaffen wurde", sagte Hoeneß auf dem Golf-Turnier voll Pathos über sein Lebenswerk, "gibt es auf der ganzen Welt nicht noch mal."

Kommentar: Der FC Bayern braucht endlich frische Köpfe.