FCB-Präsident über Bayerns Rekordtransfer

Uli Hoeneß schließt 100-Millionen-Transfer (noch) aus

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16. April 2019 - 15:43 Uhr

Hoeneß schwärmt von Kylian Mbappé

100 Millionen Euro Ablöse für einen Fußballer? FCB-Präsident Uli Hoeneß schließt eine Summe in dieser noch schwindelerregenderen Höhe für die kommende Transferperiode aus. Wenn er aus dem Vollen schöpfen könnte, würde er am liebsten Weltmeister Kylian Mbappé an die Isar locken.

Wer wird der neue Bayern-Stürmer?

Kein Mega-Transfer

Die Preise für Superstars im Fußball ziehen an - in bedenkliche Sphären. Auch der FC Bayern ist Teil dieses Systems: Vor wenigen Wochen gaben die Bayern den Transfer von Lucas Hernández (Atlético Madrid) bekannt. Kostenpunkt: schlappe 80 Millionen Euro.

Die 100-Millionen-Euro-Marke wird aber auch der Bundesliga-Krösus vorerst nicht knacken. "Dieses Jahr sicherlich nicht. Und ich muss zugeben, auch 80 Millionen hätte ich mir vor zehn Jahren nicht vorstellen können", sagte Hoeneß im Interview mit der dpa.

80 Millionen? Hoeneß kann Kritik nicht nachvollziehen

August 16, 2018 - Tallinn, Estonia - Lucas Hernandez of Atletico Madrid in action at UEFA Super Cup 2018 in Tallinn..The UEFA Super Cup 2018 was played between Real Madrid and Atletico Madrid. Atletico Madrid won the match 4-2 during extra time after
Lucas Hernandez ist einer der beiden neuen Weltmeister im Kader des FCB - auch Benjamin Pavard wechselt im Sommer zu den Bayern
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Der FCB-Boss wunderte sich, dass die Rekordausgabe von 80 Millionen Euro für Hernández in Deutschland kritisiert worden war. "Vor kurzem hieß es noch, mit seiner vorsichtigen Transferpolitik habe der FC Bayern keine Chance mehr, in die Phalanx der englischen und spanischen Topclubs sowie von Paris Saint-Germain einzudringen. Jetzt liefern wir, und die Leute schreien: Wie kann man für einen Spieler 80 Millionen ausgeben?"

Den Grund für die gigantischen Summen im Transferpoker der großen Clubs sieht der 67-Jährige auch darin, "dass ausländische Investoren, Oligarchen, amerikanische Hedgefonds und sogar ganze Staaten wie Abu Dhabi und Katar ins Fußballgeschäft eingestiegen sind". 

Zu wenig Kohle für den Superstar

Kylian Mbappe
Kylian Mbappe verzaubert mit seinen Toren ganz Frankreich- und Uli Hoeneß
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Ein Club, der von eben solchen Geldgebern profitiert, ist Paris St-Germain mit Topstürmer Kylian Mbappé. Hoeneß kommt gar nicht mehr aus dem Schwärmen über den Star-Stürmer heraus. "Mbappé würde ich sofort kaufen. Der Spieler ist toll", sagte Hoeneß über den 20-Jährigen. Eine realistische Option für die Bayern ist der Weltmeister allerdings nicht: "Für den fehlt uns das notwendige Geld", so der FCB-Präsident.