25. Mai 2019 - 11:33 Uhr

Kovacs Bayern-Zukunft weiter ungewiss

Für alle Wortneuschöpfer, die auf der Suche nach einem Synonym für rumeiern sind. "Rumniggen" – ein schwaches Verb – böte sich an. Karl-Heinz Rummenigge also hat vor dem DFB-Pokalfinale der Münchner gegen RB Leipzig zur Zukunft von Bayern-Trainer Niko Kovac mal wieder par excellence rumgeniggt.

Journalisten beißen sich an 'Killer-Kalle' die Zähne aus

Bleibt Kovac Bayern-Trainer? Eine Frage, die, so Rummenigge jüngst, nicht mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten sei. Hähh!?

Bei einer Veranstaltung der 'Bild'-Zeitung in Berlin versuchten die geladenen Journalisten deswegen alles, um den Vorstandschef der Münchner zu klaren Aussagen zu bringen.

Sie wurden enttäuscht. Oder erheitert - je nachdem, wie man's nimmt.

Leipzig will Bayern das Double wegschnappen

Man werde sich nach der Saison zusammensetzen und "alles in Ruhe analysieren", holte der 63-Jährige zu seiner General-Eierei aus. Kovacs Zukunft entscheide sich jedenfalls nicht beim Pokalfinale in Berlin, so Rummenigge. "Es wäre verrückt, wenn man von einem Spiel die Zukunft abhängig macht."

Heißt also: Kovac könnte auch bei einer Final-Pleite nächste Saison Bayern-Trainer sein. Genauso gut aber könnten die FCB-Bosse den 47-Jährigen trotz Double vom Hof jagen. Zwischenfrage: Wäre das nicht auch verrückt?

Nach Meistertitel: Bayern-Fans wollen, dass Kovac bleibt

Dann erwies sich Rummenigge noch als Meister des Widerspruchs. Nach dem 5:0-Triumph über Titelrivale Dortmund habe er Kovac nur deshalb keine Jobgarantie ausgestellt, um "bewusst" zu polarisieren und die Spannung hochzuhalten. Zur Erinnerung: Titel liefern oder fliegen, lautete Rummenigges FCB-Credo.

"Wir haben doch eine Laufzeit eines Vertrages bis 2021, und es hat keiner bei uns, ich auch nicht, irgendwas in dieser Richtung infrage gestellt", säuselte Rummenigge jetzt in Berlin.

Also alles nicht so gemeint? Eine Frage, die man wohl nur mit astreinem rumniggen 'beantworten' kann.