Vorentscheidung im Titelkampf

FC Bayern jubelt - Pizarro spuckt BVB in die Meistersuppe

TOR zum 2 0 Leon Goretzka FC Bayern München Torjubel mit David Alaba FC Bayern München Kingsley Com
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05. Mai 2019 - 12:17 Uhr

BVB verspielt 2:0-Führung

Mund abputzen, Pflicht erfüllt, den Titel vor Augen: Der FC Bayern hat die Tabellenführung in der Bundesliga behauptet und einen großen Schritt Richtung Meisterschaft gemacht. Am 32. Spieltag setzte sich die Elf von Trainer Niko Kovac vor heimischer Kulisse mit 3:1 (2:0) gegen Schlusslicht Hannover 96 durch. Rivale Borussia Dortmund verspielte dagegen im Topspiel am Abend beim 2:2 (2:0) bei Werder Bremen einen sicher geglaubten Sieg und damit wohl alle Titelchancen.

Ribery erlöst die Münchner

Es war von Beginn an ein Klassenunterschied. In der Defensive kaum gefordert, konnten die Bayern im Spiel nach vorne nach Belieben schalten und walten. In der 27. Minute enteilte Joshua Kimmich der 96-Abwehr, flankte punktgenau auf Robert Lewandowski und dieser bedankte sich mit seinem 22. Saisontreffer. Die Bayern machten weiter Dampf, Leon Goretzka (40.) nahm aus 20 Metern Maß und zirkelte den Ball ins linke Eck.

Nach dem Wechsel dasselbe Bild: Der Rekordmeister spielte mit den Gästen Katz und Maus. Ein unberechtigter Handelfmeter, den Jonathas (51.) verwandelte, ließ die Gäste kurz hoffen. Linton Maina hatte Jerome Boateng aus kurzer Distanz angeschossen. In Überzahl – Jonathas sah Gelb-Rot (55.) – erhöhte der FCB die Schlagzahl, rannte unermüdlich an. Nach Zuspiel von Kingsley Coman gelang Alt-Meister Franck Ribery (84.) die Entscheidung. 

Robben ist zurück

Ein besonderer Moment für die Bayern-Fans vier Minuten vor dem Ende der Partie: Arjen Robben betrat zum ersten Mal seit November 2018 wieder den Rasen der Allianz Arena. Mit dem Sieg haben die Münchner die siebte Meisterschaft in Folge nun fest im Blick.

Für Borussia Dortmund ist der Traum von der neunten Meisterschaft wohl ausgeträumt. Dabei zeigte der BVB in der ersten Hälfte in Bremen eine tolle Leistung. Auch ohne den gesperrten Kapitän Marco Reus lief die Offensive wie eine geölte Maschine. Mit einem beeindruckenden Solo brachte Christian Pulisic (6.) die Gäste in Führung. Paco Alcacer (41.) - nicht minder grandios - zirkelte den Ball aus 23 Metern per Freistoß in den Giebel. Eine souveräne Vorstellung - sollte man meinen.

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BVB braucht ein Wunder

Nach dem Wechsel war die Dortmunder Herrlichkeit plötzlich vorbei. Die Gäste nahmen Tempo aus der Partie und überließen Bremen die Initiative. Ein Riesen-Bock von Roman Bürki brachte Werder zurück ins Spiel. Dortmunds Schlussmann ließ einen harmlosen Schuss von Kevin Möhwald (70.) durch die Finger gleiten. Und bei den Gästen flatterten die Nerven. Nach Zuspiel von Ludwig Augustinsson netzte Oldie Claudio Pizarro (75.) per Volley zum Ausgleich ein.

Nach dem Remis liegen die Dortmunder in der Tabelle bei noch zwei ausstehenden Spielen vier Punkte hinter Spitzenreiter Bayern - da hilft wohl nur noch ein Wunder. Wie BVB-Coach Lucien Favre die Chancen auf den Titel jetzt einordnet, zeigen wir im Video.