Nach Griezmann-Zoff

Barcelona und Atlético schließen wohl millionenschweres „Friedensabkommen“

SD Eibar SAD v FC Barcelona  - La Liga
SD Eibar SAD v FC Barcelona - La Liga
© Getty Images, Bongarts

23. Oktober 2019 - 11:41 Uhr

Offenbar außergerichtliche Einigung

Um einen anhaltenden Rechtsstreit zu verhindern, sollen sich der FC Barcelona und Atlético Madrid im Fall Griezmann außergerichtlich auf ein "Friedensabkommen" geeinigt haben. Wie die spanischen Zeitungen "El Mundo" und "AS" übereinstimmend berichten, zahlte Barca weitere 15 Millionen Euro an den Liga-Rivalen.

Barcelona sparte 80 Millionen Euro

Der Streit war aufgekommen, nachdem Torjäger Antoine Griezmann im Sommer von seiner 120-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel Gebrauch machte und die Madrilenen in Richtung Meister verließ.

Barcelona soll den Deal allerdings schon im März eingefädelt haben – damals belief sich die festgeschriebene Ablöse für den Franzosen noch auf 200 Millionen Euro. Erst zum 1. Juli sank der Preis.

Atlético unterm Strich mit Gewinn

Atlético soll E-Mails vorliegen haben, die beweisen, dass Barca schon vorzeitig mit Griezmann einig war. Damit diese Dokumente nicht veröffentlicht werden, war der neue Club des Franzosen angeblich bereit, die Ablöse aufzustocken.

Mit der vermeintlichen "Nachzahlung" von 15 Millionen Euro würde die Gesamtablöse für Griezmann am Ende 135 Millionen Euro betragen. Zum Vergleich: Für Griezmann-Ersatz Joao Félix zahlte Atlético 126 Millionen Euro – unterm Strich bliebe nun immerhin ein kleines Plus.

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© imago images/Marca, FOTO CHEMA REY via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Barca sichert sich offenbar Vorkaufsrecht

Die beiden Vereine sollen aber nicht nur über den Griezmann-Deal verhandelt haben - auch ein "Matching Right", ein Vorkaufsrecht für fünf Atlético-Spieler, ist angeblich für den FC Barcelona am Ende bei rausgesprungen.

Heißt: Sollten Clubs eine Transfer-Anfrage für diese Profis stellen, müssten die Madrilenen zuerst den spanischen Rivalen informieren und dem Verein damit die Möglichkeit einräumen, das gleiche Angebot abzugeben. In dem Fall würde Barca den Zuschlag bekommen.

Drei Nachwuchs-Talente sind damit offenbar auf dem Radar der Katalanen. Aber auch zwei Atlético-Stars zählen wohl zu den betreffenden Spielern: Mittelfeld-Mann Saul Niguez und Verteidiger Jose Gimenez. Auf beide Profis soll Barcelona ein Auge geworfen haben.